Forstwirtschaft ist nicht für Sturmschäden verantwortlich

Ursachen für Wetterextreme müssen beseitigt werden

Wien (OTS) - Aufgrund der Aussagen von Experten des Umweltbundesamtes wird die Forstwirtschaft für die Sturmschäden in den Wäldern mitverantwortlich gemacht. Die veröffentlichten Behauptungen sind widersprüchlich und fachlich falsch, so der Hauptverband der Land- und Forstwirtschaftsbetriebe Österreichs.

Den Forstbetrieben wird vorgeworfen, Baumarten in dafür ungeeigneten Gebieten aufzuforsten. "Fichten sind in inneralpinen Regionen zu Hause und wachsen dort von Natur aus", sagt Stefan Schenker, Präsident des Hauptverbandes der Land- und Forstwirtschaftsbetriebe. Das bestätigt auch die Naturnähe-Studie von Prof. Georg Grabherr vom Institut für Ökologie und Naturschutzforschung an der Universität Wien. Der Vergleich mit dieser Untersuchung zeigt, dass die betroffenen Gebiete in naturnahen Waldregionen liegen. Der Sturm zerstörte auch urwaldähnliche Naturreservate, wo es keinen Eingriff von Menschen gibt.

Weiters wird behauptet, dass die Fichte bei Sturm leicht umgeworfen werden kann. Nach dem schweren Sturm "Lothar" im Jahre 1999 wurde dazu in der Schweiz eine Untersuchung durchgeführt. Die Ergebnisse der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL zeigen, dass diese Baumart nicht generell flach wurzelt: die Fichte ist ähnlich stabil wie Buchenbäume. Zudem wurden die meisten Bäume von der Gewalt des Sturmes nicht entwurzelt, sondern gebrochen.

Völlig unerwähnt bleibt von den zitierten Experten der Einfluss der Treibhausgase auf den Klimawandel. Im aktuellen Bericht des weltweiten Wissenschafterforums zum Klimawandel (IPCC) werden die derzeitigen Wetterextreme als Folge der Erderwärmung beschrieben. Zudem sagen die Verfasser ein weiteres Ansteigen von Katastrophen voraus. "Die Land- und Forstwirtschaft fordert eine echte und langfristige Abgasreduktion", so Schenker.

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Österreichs (HVLF)
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Präsident des HVLF,
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