SCHENNACH: KAHLSCHLAG IN GRINZIG - ÖVP-POLITIK PUR

Grüne: Auswirkungen der ÖVP-Politik in Grinzing zu besichtigen -SPÖ zu feige um dagegenzusteuern

Wien (OTS) "Mitten im Herzen von Grinzing ist eine Mondlandschaft entstanden. Der Kahlschlag eines Biotops für eine Autobusgarage im Zentrum Grinzings zeigt ÖVP-Politik am Prüfstand. Während der Umweltminister schöne Worte spricht erfolgt die Rodung eines wertvollen Baumbestandes", kritisiert der Klubobmann der Döblinger Grünen, Stefan Schennach. "Mit dem brutalen Baubeginn für eine sinnlose Busgarage werden nicht nur rechtlich offene Fragen negiert, sondern neue 2002 neue ‚stranded investments’ eröffnet. Ob die Baubewilligung überhaupt noch Gültigkeit besitzt, ist derzeit ungeklärt, aber es wird gerodet. Die Wiener SPÖ, deren Stadtrat Schicker noch im letzten Jahr meinte, dass der Bau einer Busgarage in Grinzing aus heutiger Sicht nicht notwendig ist, war politisch zu feige, um hier korrigierend einzugreifen. Das ist großkoalitionäre Politik in schlechtester Tradition", so Klubobmann Schennach, der auf wütende BürgerInnenproteste gegen diese schamlose Vorgangsweise verweist.

"30 Jahre konnte der Bau der Busgarage verhindert werden. 30 Jahre hat die Politik von ÖVP, SPÖ und FPÖ nur eine Antwort auf die Probleme des Bustourismus in Grinzing gegeben: Busgarage. Während in allen modernen Großstädten längst andere Optionen im Bereich Städtetourismus ergriffen wurden, setzt man in Wien auf die dicken Brummer. Durch den Bustourismus ist Grinzing als Heurigenort unattraktiv geworden. Mit der geplanten Busgarage, die den Verkehr nach und durch Grinzing neu anheizen wird, setzt man diese fatale Politik fort", so Schennach, der befürchtet, dass die Garage nicht nur Heurigenbusse beherbergen wird, sondern auch Nachtschläferbusse aus der Wiener Innenstadt, die aufgrund der novellierten StVO nicht mehr in bewohnten Straßen abgestellt werden dürfen. "Das Buskonzept für Wien, das Prof. Knoflacher im Auftrag des Wirtschaftskammer erstellte, untermauert, dass diese Form des Tourismus als gestrig zu bezeichnen ist.

"Es ist nur zu hoffen, dass die ÖVP für diese Vorgangsweise, die in Grinzing für jeden Mann und für jede Frau mit den eigenen Augen zu betrachten ist, bei der Wahl in Döbling zu einer ordentlichen Watschn durch die WählerInnen führen wird. Die Reaktionen der AnrainerInnen sprechen in ihrer Empörung eine klare Sprache", schließt Klubobmann Schennach.

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