Gewerkschaft HTV rüstet sich für Protestmaßnahmen

Handels-KV: Arbeitgeber hüllen sich noch immer in Schweigen

Wien (HTV/ÖGB). "Die Arbeitgeber hüllen sich noch immer in vornehmes Schweigen. Daher haben wir bereits mit den Vorbereitungen von Protestmaßnahmen begonnen", erklärt der Fachsekretär der Bundessektion Handel der Gewerkschaft Handel, Transport, Verkehr (HTV), Robert Steinocher, wenige Tage nach dem Abbruch der Kollektivvertrags-Verhandlungen für die HandelsarbeiterInnen. Die Verhandlungen sind daran gescheitert, dass sich die Arbeitgeber geweigert haben die Forderung der Gewerkschaft nach Anhebung der untersten Lohngruppen auf 1000 Euro brutto monatlich zu erfüllen.++++

Ein heute 18-jähriger Handelsarbeiter hat möglicherweise einige Zeit eine Lehrstelle gesucht und durch die Streichung des Auffangnetzes für Jugendliche durch die Regierung auch keine andere Ausbildungsmöglichkeit gehabt. Schließlich hat er als Handelsarbeiter bei einer Handelskette eine Beschäftigung gefunden. Steinocher: "Nur weil dieser Jugendliche 'erst' 18 Jahre ist bekommt er einen Stundenlohn von 4,87 Euro (67 Schilling) oder 813 Euro brutto im Monat. Mit 19 Jahren steigt sein Einkommen auf 1022 Euro brutto monatlich."

In den vergangenen Wochen würde von verschiedensten Seiten immer wieder die Forderung nach 1000 Euro Mindestlohn aufgestellt und niemand habe widersprochen, so der HTV-Fachsekretär. Steinocher:
"Angesichts der Sturheit der Arbeitgeber bereiten wir bereits entsprechende Protestmaßnahmen vor. Wir sind aber jederzeit bereit wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren."(ff)

ÖGB, 20. November 2002 Nr. 900

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