Mitleid für Haider nach Bettelbrief hält sich in Grenzen

In einem Brief an alle Kärntnerinnen und Kärntner versucht Jörg Haider die Wähler über FPÖ-Versäumnisse hinwegzutäuschen

Klagenfurt (SP-KTN) - Die SPÖ-Frauenvorsitzende Melitta Trunk übte Mittwoch vormittag heftige Kritik am Brief des Landeshauptmannes an alle Kärntnerinnen und Kärntner. Trunk wirft Haider vor, entgegen seinem Schreiben, den Wählern gegenüber immer wieder wortbrüchig geworden zu sein. "Weder die versprochene Steuersenkung noch die Senkung der Miet- und Strompreise habe Haider wie versprochen realisiert, auch der Kinderscheck sei in der versprochenen Form nicht gekommen. Dafür hat er aber das Kärntner Tafelsilber im Bauchladen verscherbelt um jetzt ein Budget mit noch mehr Schulden zu Stande zu bringen", so Trunk.

Als besonders dramatisch sieht Trunk die Versäumnisse im Infrastrukturbereich. "Der von Haider und Forstinger versprochene Vollausbau der Südautobahn auf der Pack ist unterblieben, dafür hat es einen Planungsstop gegeben und die FPÖ-Ministerin hat ein neues Papier (Generalverkehrsplan) in Auftrag gegeben und nur Ankündigungspolitik betrieben. Die versprochene zweite Röhre für den Katschbergtunnel ist ebenso nicht gebaut worden", so Trunk.

Die Ergebnisse freiheitlicher Verkehrspolitik seien erschütternd. "Kein weiterer Ausbau unserer wichtigsten Verkehrsverbindungen auf Straße und Schiene ist passiert und damit hat es eine laufende Verschlechterung des Wirtschaftsstandortes Kärnten gegeben. Steuergeld wurde für wertlose Konzepte und Pläne, die nicht umgesetzt wurden vernichtet (z.B.: Generalverkehrsplan)", stellt Trunk fest. Die Arbeit der Freiheitlichen habe sich in einer reinen Ankündigungs-und PR-Politik auf Steuerzahlerkosten erschöpft.

Aber Haider hat immerhin drei Dinge geschafft: "Einen Brief und teure ganzseitige Inserate, in dem er das Versagen der FPÖ leugnet und den Schwarzen Peter seinen politischen Mitstreitern zuschiebt. Er hat geschafft, dass internationale Konzerne nicht mehr in Kärnten investieren, weil Haider kein verlässlicher Gesprächspartner ist und ihm verdanken wir eine Rekordarbeitslosigkeit am Bau als Folge einer falschen freiheitlichen Wirtschaftspolitik", so Trunk abschließend.

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