FP-Marchat: Landeshauptmann trennt sich vor Wahlen von Atomstrom

"Riesenerfolg" der Freiheitlichen über "EVN-Atomduo" Pröll & Gruber

St. Pölten (OTS) - Kurz vor den Wahlen habe sich das "EVN-Atomenergie-Duo" Pröll und Gruber doch dadurch durchgerungen, die EVN-Anteile am Schweizer Atomkraftwerk ATEL zu verkaufen, stellte heute der freiheitliche Landesparteisekretär LAbg. Franz Marchat fest. "Es ist gerade sechs Monate her, da haben wir Freiheitlichen dies im NÖ Landtag per Dringlichkeitsantrag gefordert, wurden aber von ÖVP und SPÖ brutal niedergestimmt!", kritisiert der FP-Sprecher. "Aber kurz vor Wahlen tritt bei der ÖVP sehr oft ein Gesinnungswandel ein, wie auch im Zuge der vergangenen Gemeinderatswahlen, wo einige Tage vor dem Wahltag der Strom- und Gaspreis der EVN, wie es die Freiheitlichen bereits monatelang vorher gefordert hatten, vom "Landeshauptmann gesenkt wurde"!", erinnert Marchat.****

Nichts desto trotz wertet der freiheitliche Landesparteisekretär diesen Ausstieg aus dem Atomkraftwerk als "riesigen Erfolg der FPÖ". Es sei damals unfaßbar gewesen, daß ein Landeshauptmann Pröll nicht sofort im Sinne der Bevölkerung reagiert habe, als nachgewiesen wurde, daß sein Landesenergieunternehmen Anteile an einem ausländischen Atomreaktor besitze, kritisierte Marchat.

Der FP-Politiker berief sich damals auf einen Bericht der Tageszeitung "Die Presse" vom 19. April, die darauf verwies, daß das niederösterreichische Energieunternehmen 6,86 Prozent der Schweizer ATEL, einem der größten Stromhändler Europas, halte. Marchat: "Das Schlimme daran ist, daß die ATEL zumindest an einem Atomkraftwerk beteiligt ist, das in letzter Zeit wegen eklatanter Sicherheitsmängel mehrfach in die Schlagzeilen geraten ist!" Die EVN müsse daher aus der ATEL aussteigen, fordert Marchat schon im April.
"Das war damals in der Tat ein "Riesenskandal" und eine "deftige Ohrfeige ins Gesicht" der vielen Landesbürger, die einige Monate vorher das Volksbegehren gegen Temelin unterzeichnet haben", reagiert der FP-Sprecher nochmals auf die Reaktion von ÖVP und SPÖ auf den freiheitlichen Dringlichkeitsantrag auf "Rückzug der EVN aus der Atomenergie" im Landtag. "Weder ÖVP noch SPÖ haben damals eine Dringlichkeit gesehen, obwohl täglich EVN-Atomstrom in die niederösterreichischen Haushalte fließt!", kritisiert der FP-Politiker. "Beide Parteien verdienen sich somit spätestens ab diesem Tag die Bezeichnung ‚Handlanger der Atomlobby'!", schloß Marchat

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