"Konsument"-Test: DVD-Player

Durchwegs gute Qualität, aber Billig-Geräte eignen sich nur für Profis. Faustregel für DVD-Player-Kaufentscheidung: Je billiger, desto komplizierter.

Wien (OTS) - =

Nachdem die Preise für DVD-Player auffällig gesunken
sind, vergleicht "Konsument" in seiner aktuellen Ausgabe kurz vor dem erwarteten Weihnachtsgeschäft insgesamt 16 Modelle in der Preisklasse von 155 bis 749 Euro. Auf dem Prüfstand stehen: Bild- und Tonqualität, Handhabung, Fehlerkorrektur, Vielseitigkeit und Umwelteigenschaften. Die Testergebnisse zeigen ein erfreuliches Bild:
13 Geräte passierten die Endrunde mit "gut", nur zwei erhielten im Gesamturteil "durchschnittlich". Die beiden Schlusslichter "Scott 839" und "Mustek V560" versagten in der Testkategorie Handhabung mit "weniger zufriedenstellend". Auf dem Spitzenplatz landete das Gerät "Sony DVP-F41MS". Es beeindruckte die Tester nicht nur wegen der besten Bedienungsanleitung. Das Designermodell unter den DVD-Playern ist auch nur halb so groß wie seine Mitbewerber und besticht durch hervorragendes Funktionieren von Standbild, Suchlauf und Zeitlupe. Trotz dieser Superlativen gibt es auch einen Wermutstropfen: "Sony DVP-F41MS" ist mit Abstand das teuerste Gerät im Test.

Bei den wichtigsten technischen Faktoren bieten - bis auf ein Modell - alle getesteten DVD-Player gute bis sehr gute Qualität. Nur bei "Mustek V560" ist die Bild- und Tonqualität durchschnittlich. Bemerkenswerte Fortschritte zeigen die neuen Geräte beim Energieverbrauch, der mittlerweile auch bei Stand By in einem vernünftigen Bereich liegt. Wenig Fortschritte sind hingegen bei der Handhabung zu vermelden. Diese schlechte Nachricht betrifft vor allem Neueinsteiger, denn beim Programmieren eines DVD-Gerätes sind verschiedene Komponenten einzustellen: Zunächst der DVD-Player und das Wieder-gabegerät. Dann sind bestimmte, nicht vorprogrammierbare Einstellungen bei jeder DVD neu vorzunehmen. Bei Dolby Surround oder Dolby Digital müssen außerdem der Verstärker eingestellt und die Lautsprecher individuell eingepegelt werden. Gewöhnungsbedürftig ist auch das Schneckentempo: Von der Erteilung eines Befehls bis zu dessen Ausführung vergehen mehrere Sekunden.

Nachholbedarf orten die "Konsument"-Tester auch bei den Bedienungsanleitungen. Besonders negativ aufgefallen ist dabei der "Scott 839". Bei diesem Gerät werden zwar alle Bedienungselemente angeführt, nicht aber wofür sie gut sind. Weiters enthält diese Anleitung definitiv falsche Angaben und Erklärungen. "Konsument" empfiehlt unerfahrenen DVD-Usern neben dem Testsieger noch drei bedienungsfreundliche Modelle, die wesentlich preisgünstiger sind:
"Toshiba" und "Pioneer" sowie von "Sony" das Modell "DVP-NS305". Sie kosten zwischen 219 und 229 Euro.

Auch die Fernbedienungen bieten angesichts ihrer Funktionsfülle keine erfreulichen Ergebnisse, denn nur "Toshiba" und "Pioneer" schneiden hier gut ab. Bei der Hälfte der Testmodelle sind die Fernbedienungen "weniger zufriedenstellend".

Fazit der "Konsument"-Tester: Das größte Handicap ist immer noch die Bedienung. "Billigsdorfer" eignen sich deshalb nur für Erfahrene. Weiters warnt "Konsument" Neueinsteiger, sich nicht gleich von vielen Features verführen zu lassen. Denn sie sind ohne oder von eingeschränktem Wert, wenn nicht auch Fernsehgerät und Verstärker die entsprechende Technologie mitbringen.

Die detaillierten Testergebnisse inklusive Preisangaben präsentiert "Konsument" in seiner Dezember-Ausgabe, die wegen Weihnachten bereits ab 21. November erhältlich ist.

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