Telekom Austria Gruppe: Ergebnis der ersten neun Monate 2002 - Teil 5

Gruppenübersicht

Wien (OTS) - Konsolidiertes Nettoergebnis

Der Nettozinsaufwand für die ersten neun Monate 2002 umfasst sowohl die Auswirkungen der Finanzierungskosten für den Kaufpreis des restlichen Anteils an Mobilkom Austria, der am 28. Juni 2002 bezahlt wurde, als auch die erstmalige Vollkonsolidierung von Mobilkom Austria im 3Q 2002. Trotzdem verzeichnete der Nettozinsaufwand der ersten neun Monate 2002 einen Rückgang auf 113,8 Mio. EUR gegenüber 123,7 Mio. EUR im Vergleichszeitraum 2001. Dies ist in erster Linie auf die niedrigere durchschnittliche Verschuldung zurückzuführen.

Nach der erstmaligen Vollkonsolidierung von Mobilkom Austria im 3Q 2002 bestehen die Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen weiterhin primär aus dem At-equity-Ergebnis des 75-prozentigen Geschäftsanteils an Mobilkom Austria, den Telekom Austria bis Ende Juni 2002 hielt.

Der Steueraufwand wurde auf Basis des erwarteten effektiven Steuersatzes von 31,2 % für das gesamte Geschäftsjahr 2002 ermittelt.

Das konsolidierte Nettoergebnis der Telekom Austria AG nach Minderheitsanteilen verbesserte sich von 16,1 Mio. EUR in den ersten neun Monaten 2001 auf 112,0 Mio. EUR im Vergleichszeitraum 2002, was der Anstieg des Ergebnisses je Aktie von 0,03 EUR auf 0,22 EUR widerspiegelt.

Sachanlagenzugänge in Mio EUR

3.Qu.02 3.Qu.01 Veränd. 1-9 M. 02 1-9 M. 01 Veränd. in % in % Wireline
Services* 71,5 87,9 -18,7% 175,3 250,2 -29,9% Mobilkommuni-
kation 66,5 67,5 -1,5% 195,6 202,6 -3,5% Telekom Austria
Gruppe 138,0 155,4 -11,2% 370,9 452,8 -18,1%

* inklusive Festnetz, Datenkommunikation und Internet

Die gesamten Sachanlagenzugänge der Telekom Austria Gruppe wiesen in den ersten neun Monaten 2002 einen Rückgang um 18,1 % auf 370,9 Mio. EUR auf. Obwohl im 4Q traditionsgemäß mit einem Anstieg der Anlagenzugänge bedingt durch die Projektabschlüsse zum Jahresende zu rechnen ist, geht man für das Gesamtjahr 2002 von einer Reduktion auf 730,0 Mio. EUR aus, was unter den Prognosen am Ende des ersten Halbjahrs 2002 liegt.

Der Großteil (87,8 %) der Wireline-Anlageninvestitionen wurde für den Festnetzbereich aufgewendet, 7,2 % für den Datenkommunikationsbereich und 4,9 % für das Internetsegment. In der Mobilkommunikation wurden 69,3 % der Anlageninvestitionen in Österreich, 22,1 % in Kroatien und der Rest hauptsächlich in Slowenien aufgewendet.

Nettoverschuldung

Als Ergebnis des hohen Cashflow-Wachstums fiel die konsolidierte Nettoverschuldung der Telekom Austria Gruppe im 3Q 2002 um 95,1 Mio. EUR auf 3.338,1 Mio. EUR per Ende September 2002. Im Vergleich zum Jahresende 2001 zeigt die konsolidierte Nettoverschuldung einen Anstieg von nur 56,0 Mio. EUR, trotz der eingegangenen kurzfristigen Verbindlichkeiten zur Finanzierung des Erwerbs des 25-prozentigen Anteils an Mobilkom Austria in der Höhe von 693,1 Mio. EUR. Exklusive dieser Verbindlichkeiten wäre die Nettoverschuldung auf 2.645,0 Mio. EUR zurückgegangen. Das Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital (Net Gearing) fiel von 131,3 % zum Jahresende 2001 auf 127,7 % Ende September 2002.

Die Entwicklung der Nettoverschuldung inkludiert die Effekte aus der Veräußerung von Forderungen an eine Qualifying Special Purpose Entity (QSPE), die in keiner Beziehung zu Telekom Austria steht. Diese Veräußerung fand im Rahmen einer Revolving Period Securitization statt. Für die ersten neun Monate 2002 (mit Ende 30. September 2002) betragen die Bareinnahmen von der QSPE für Telekom Austria und Mobilkom Austria 236,4 Mio. EUR.

MitarbeiterInnen

(Ende der Periode) (Durchschnitt der Periode) 30/09/02 30/09/01 Veränd. 1-9 M.02 1-9 M.01 Veränd. in % in % Festnetz* 10.515 12.301 -1.786 11.178 13.415 -2.237 Mobilkommuni-
kation 3.576 3.398 178 3.512 3.194 318 Datenkommuni-
kation 820 884 -64 856 918 -62 Internet 369 329 40 372 290 82 Telekom Austria
Gruppe 15.280 16.912 -1.632 15.918 17.817 -1.899

*inklusive freigestellter
Mitarbeiter 344 532 -188 681 626 55

Die Reduktion des Personalstandes wurde im 3Q 2002 beschleunigt. Im Vergleich zu Ende September 2001 verringerte sich die Personalzahl im Festnetzbereich um 1.885 Personen. Auf Gruppenebene betrug die Personalreduktion 1.757 (alle Zahlen inklusive der im Rahmen der Personalrestrukturierung freigestellten MitarbeiterInnen). In den ersten neun Monaten 2002 wies der Personalstand im Festnetzbereich einen Rückgang um 1.387 Personen auf, was eine solide Basis für die Erreichung der Zielvorgaben bis zu 1.500 Personen zum Jahresende 2002 darstellt.

(Forts.)

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