Telekom Austria Gruppe: Ergebnis der ersten neun Monate 2002 - Teil 2

Finanzergebnis nach Geschäftssegmenten:

Wien (OTS) - Festnetz in Mio. EUR

3.Qu.02 3.Qu.01 Veränd. 1-9 M.02 1-9 M.01 Veränd. 1-9 M. 01 berein. in % wie ber. in % wie ber. Umsatzerlöse
504,1 555,7 -9,3% 1.511,1 1.664,8 -9,2% 1.862,2 EBITDA*
205,9 272,8 -24,5% 625,7 691,6 -9,5%
EBIT*
19,4 73,3 -73,5% 43,0 82,4 -47,8%

*exkl. Aufwendungen für freigestellte Mitarbeiter
3,0 19,1 -84,3% 21,9 38,2 -42,7%

Im 3Q 2002 wurden die Bemühungen zur Verbesserung der Marktposition von Telekom Austria fortgesetzt, was die Stabilisierung der Erträge im Festnetzbereich einleitete. Der gesamte Marktanteil, bezogen auf Minuten inklusive Internet, stieg auf 55,6 % per Ende September 2002 nach 55,3 % per Ende Juni 2002. Zum Jahresende 2001 betrug der Marktanteil 56,2 %. In der Sprachtelefonie allein betrug der Marktanteilsanstieg im 3Q 2002 gegenüber dem 2Q 2002 einen Prozentpunkt.

Der Anstieg des Marktanteils ist vor allem auf die verstärkte Vermarktung von preisgünstigeren TikTak Tarifpaketen sowie auf gezielte Vertriebsmaßnahmen zur Rückgewinnung von Verkehrsvolumen zurückzuführen. Die Anzahl der TikTak Anschlüsse stieg bis Ende September 2002 auf 639.000.

Die Verlangsamung des Rückgangs des Sprach- und Interneteinwahl-Minutenvolumens setzte sich im 3Q 2002 im beträchtlichen Maße fort. Im Vergleich zum 2Q 2002 wurde sogar ein Volumenanstieg um 0,6 % verzeichnet. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ging das gesamte Minutenvolumen im 3Q 2002 um 4,4 % auf ein Niveau von 2.453,7 Mio. Minuten zurück.

Die Anzahl der Festnetz-Anschlüsse sank um 1,6 % auf 3,12 Mio. im Vergleich zum Jahresende 2001. Die PSTN-Anschlüsse reduzierten sich um 2,7 %, während die ISDN-Basisanschlüsse um 6,4 % anstiegen. Die Anzahl der Zugangskanäle verringerte sich nur leicht um 0,7 % auf 3,79 Mio. Gegenüber dem Jahresende 2001 verzeichneten die ADSL-Anschlüsse in den ersten neun Monaten 2002 einen Anstieg um 51.000 auf 151.600 Anschlüsse per Ende September 2002. Diese Zahl umfasst auch 25.500 ADSL-Anschlüsse, die an Wholesale-Kunden verkauft wurden.

Die Umsatzentwicklung im Festnetzbereich im Vergleich zum Vorjahr wird auf einer vergleichbaren Basis dargestellt, d.h. unter Bereinigung der Ziffern aus dem Jahr 2001 um den Effekt aus der Saldierung der Transit-Erlöse und -Aufwendungen, die zu Beginn des Jahres 2002 eingeführt wurde.

Die Umsatzerlöse im Festnetzbereich fielen im 3Q 2002 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 9,3 % auf 504,1 Mio. EUR. Diese Umsatzreduktion ist vor allem auf den niedrigeren Marktanteil und die niedrigeren Tarife im Vergleich zum Vorjahr sowie auf ungewöhnlich hohe Umsatzerlöse aus Zusammenschaltungsentgelten im 3Q 2001 zurückzuführen.

Dennoch spiegelt die Entwicklung im Jahresverlauf die erwartete Stabilisierung der Umsatzerlöse wider. Im Vergleich zum 2Q 2002 stiegen die Umsatzerlöse im Festnetzbereich um 2,0 %. Diese Stabilisierung ist in erster Linie auf die Erlöse aus Verbindungsentgelten zurückzuführen, deren Rückgang sich von 25,1 % im 2Q 2002 auf 12,8 % im 3Q 2002 fast halbierte. Die Erlöse aus den monatlichen Grundentgelten fielen im 3Q 2002 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 2,7 % aufgrund der niedrigeren Zahl der Festnetz-Anschlüsse im entsprechenden Zeitraum.

Auf einer vergleichbaren Basis, d.h. exklusive der Auswirkungen, die sich aus der Saldierung der Transit-Erlöse und -Aufwendungen ergeben, zeigte das 3Q 2001 eine ungewöhnlich hohe EBITDA-Marge von 49,1 %. Dies ist vor allem auf höhere Zusammenschaltungserlöse sowie auf die Auflösung von Rückstellungen zurückzuführen, die sich teilweise aus der hohen Personalreduktion im Jahr 2001 ergeben hat. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ging das EBITDA im 3Q 2002 um 24,6 % auf 205,9 Mio. EUR zurück.

Exklusive der Auswirkungen der Auflösung von Rückstellungen im Rahmen der Vorruhestandsprogramme spiegelt die EBITDA-Entwicklung im Jahresverlauf den stabilen Umsatztrend wider. Während das EBITDA im 2Q 2002 gegenüber dem 1Q 2002 um 13,5 % auf 183,5 Mio. EUR fiel, wurde im 3Q 2002 ein Anstieg um 7,4 % auf 197,0 Mio. EUR verzeichnet.

Im Juni 2000, Juni 1999 und November 1997 bot Telekom Austria Vorruhestandsprogramme für Beamte an und buchte entsprechende Rückstellungen. Am 1. Januar 2002 trat ein neues Gesetz in Kraft, das es MitarbeiterInnen ermöglichte, bereits ab dem 55. Lebensjahr aus den Vorruhestandsprogrammen von Telekom Austria in die regulären, staatlich finanzierten Pensionen zu wechseln. Dies reduziert die Verbindlichkeiten von Telekom Austria im Rahmen der Vorruhestandsprogramme, da die Finanzierung der Pensionen dieser ehemaligen MitarbeiterInnen von den staatlichen Pensionsplänen abgedeckt wird.

Da eine Anzahl von MitarbeiterInnen entweder aufgrund dieser neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen oder aus Krankheitsgründen in den Genuss von Frühpensionierung gekommen sind, wurden in den ersten neun Monaten 2002 33,1 Mio. EUR der gebuchten Rückstellungen aufgelöst. Die Auflösungen betrugen im 3Q 2002 8,9 Mio. EUR.

Obwohl die niedrigeren Sachanlagenzugänge im 3Q 2002 zu einem Rückgang der Abschreibungen um 6,5 % auf 186,5 Mio. EUR gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres führten, fiel das EBIT (exklusive der Aufwendungen für die im Rahmen der Restrukturierung freigestellten MitarbeiterInnen) von 73,3 Mio. EUR im 3Q 2001 auf 19,4 Mio. EUR im Vergleichszeitraum 2002, was auf die oben erwähnten Gründe zurückzuführen ist. Im Jahresverlauf verzeichnete das EBIT aufgrund von niedrigeren Abschreibungen mehr als eine Verdoppelung gegenüber dem 2Q 2002.

(Forts.)

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