Telekom Austria Gruppe: Ergebnis der ersten neun Monate 2002 - TEIL 1

Anstieg des zusammengefassten Umsatzes der Telekom Austria Gruppe um 0,4 % auf 2,9 Mrd. EUR auf vergleichbarer Basis

Wien (OTS) - Anstieg des zusammengefassten EBITDA der Telekom Austria Gruppe (exklusive der Aufwendungen für freigestellte MitarbeiterInnen) um 3,9 % auf 1,2 Mrd. EUR

- Anstieg des Nettoergebnisses auf 112,0 Mio. EUR in den ersten neun Monaten 2002 nach 16,1 Mio. EUR im Vergleichszeitraum 2001

- Rückgang der Sachanlagenzugänge um 18,1 % auf 370,9 Mio. EUR

- Rückgang der Nettoverschuldung im 3Q 2002 um 95,1 Mio. EUR auf 3,3 Mrd. EUR; Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital von 127,7 %

- Rückgang der Umsatzerlöse im Festnetzbereich um 9,2 % auf 1.511,1 Mio. EUR; Verbesserung der Geschäftsentwicklung im Festnetzbereich im 3Q 2002 gegenüber dem 2Q 2002

- Mobilfunkgeschäft zeigt weiterhin starkes Wachstum: Anstieg des EBITDA um 20,7 % auf 555,9 Mio. EUR

Telekom Austria AG (VSE:TKA; NYSE:TKA) verlautbarte heute die Finanzergebnisse für die ersten neun Monate und das 3. Quartal (3Q) 2002 mit 30. September 2002.

Die zusammengefassten Umsatzerlöse stiegen auf vergleichbarer Basis um 0,4 % auf 2.899,8 Mio. EUR, d.h. unter Bereinigung der Ziffern aus dem Jahr 2001 um den Effekt aus der Saldierung der Transit-Erlöse und -Aufwendungen, die zu Beginn des Jahres 2002 eingeführt wurde.

Das konsolidierte Nettoergebnis der Telekom Austria AG erhöhte sich auf 112,0 Mio. EUR in den ersten neun Monaten 2002 von 16,1 Mio. EUR im Vergleichszeitraum 2001. Parallel dazu verbesserte sich das Ergebnis je Aktie von 0,03 EUR auf 0,22 EUR.

Der Anstieg des zusammengefassten EBITDA um 3,9 % auf 1.210,9 Mio. EUR in den ersten neun Monaten 2002 ist vor allem auf hohe Beiträge aus dem Mobilunkgeschäft zurückzuführen. Im Festnetzbereich inkludiert das EBITDA für die ersten neun Monate 2002 33,1 Mio. EUR aus der Auflösung von Rückstellungen für Vorruhestandsprogramme, wovon 8,9 Mio. EUR auf das 3Q 2002 entfallen. Exklusive der Auswirkungen dieser Auflösungen zeigt sich im Jahresverlauf eine Stabilisierung des EBITDA im Festnetzbereich.

Das zusammengefasste EBIT verzeichnete einen Anstieg um 29,0 % auf 385,5 Mio. EUR in den ersten neun Monaten 2002 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die Quartalszahlen zeigen auf vergleichbarer Basis einen Anstieg der zusammengefassten Umsatzerlöse um 0,8 % auf 1.002,0 Mio. EUR. Das zusammengefasste EBITDA fiel im 3Q 2002 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 9,3 % auf 416,4 Mio. EUR. Das Quartals-EBIT fiel um 15,6 % auf 142,4 Mio. EUR.

Strenges Capex-Management führte in den ersten neun Monaten 2002 zu einer Reduktion der Sachanlagenzugänge um 18,1 % auf 370,9 Mio. EUR .

Dadurch stieg die Nettoverschuldung in den ersten neun Monaten 2002 nur mäßig um 56,0 Mio. EUR auf 3.338,1 Mio. EUR trotz der Finanzierung der Akquisition des 25,001-prozentigen Anteils an Mobilkom Austria in der Höhe von 693,1 Mio. EUR inklusive der Transaktionskosten.

In einer Stellungnahme zu den Finanzergebnissen kommentiert Heinz Sundt, CEO der Telekom Austria Gruppe: "In Anbetracht eines weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfeldes bin ich über den weiteren Fortschritt von Telekom Austria in diesem Quartal sehr erfreut.

Auf Gruppenebene gelang es uns, sowohl den Umsatz als auch das EBITDA zu steigern und die Nettoverschuldung weiter zu reduzieren. Im Festnetzbereich konnten wir trotz intensiven Wettbewerbs die Umsatzentwicklung erfolgreich stabilisieren und den Marktanteilsaufwärtstrend fortsetzen, was in erster Linie dem Erfolg der neuen, innovativen TikTak Tarifpakete sowie dem verbesserten Kundenservice zu verdanken ist. Der Telekommunikationsmarkt ist durch aggressiven Wettbewerb gekennzeichnet. Das zeigt sich besonders in der Geschäftsentwicklung des Datenkommunikationssegmentes.

Ich bin insbesondere auf die Performance des Mobilkommunikationssegments, vor allem im Auslandsgeschäft, stolz. Nach dem Rückkauf des Telecom Italia-Anteils im zweiten Quartal 2002 haben wir nun die volle strategische und operative Kontrolle über Mobilkom Austria; die Umsatzerlöse sowie die Kundenzahl steigen weiterhin. Wir haben im September 2002 das erste nationale UMTS-Netz Europas gestartet und dadurch die Position von Mobilkom Austria als Innovationsführer gestärkt. Obwohl das vierte Quartal saisonbedingt schwächer ausfallen wird, sind wir zuversichtlich, dass wir auf Gruppenebene die Ziele für das Geschäftsjahr 2002 erreichen werden."

Finanzkennzahlen in Mio. EUR

3.Qu.02 3.Qu.01 Veränd. 1-9 M.02 1-9 M. 01 Veränd. 1-9M.01 bereinigt in % bereinigt in % wie ** ** ber. Zusammengefasste Umsatzerlöse
1.002,0 994,4 0,8% 2.899,8 2.888,2 0,4% 2.950,5

Ergebnisse exklusive Aufwände für
freigestellte Mitarbeiter
Zusammengefasstes EBITDA
416,4 459,1 -9,3% 1.210,9 1.165,2 3,9% Zusammengefasstes
EBIT 142,4 168,7 -15,6% 385,5 298,8 29,0%

Aufwände für freigestellte Mitarbeiter*
3,0 19,1 -84,3% 21,9 38,2 -42,7%

Ergebnisse inklusive Aufwände für
freigestellte Mitarbeiter
Zusammengefasstes EBITDA
413,4 440,0 -6,0% 1.189,0 1.127,0 5,5% Zusammengefasstes EBIT
139,4 149,6 -6,8% 363,6 260,6 39,5%

Nettoergebnis der Telekom Austria AG
mit Mobilkom Austria at-equity
57,6 51,6 11,6% 112,0 16,1 595,7%

Ertrag pro Aktie (in EUR)
0,11 0,10 11,6% 0,22 0,03 595,7%

Sachanlagenzugänge
138,0 155,4 -11,2% 370,9 452,8 -18,1%

in Mio. EUR 30/09/02 31/12/01 Veränd. in % Nettoverschuldung -
Telekom Austria Gruppe 3.338,1 3.282,1 1,7%

Die zusammengefassten Finanzzahlen der Telekom Austria Gruppe sind unter Einschluss der Ergebnisse des Geschäftssegmentes Mobilkommunikation dargestellt. Das EBIT ergibt sich aus dem Betriebsergebnis exklusive der Aufwendungen für die im Rahmen der Restrukturierung freigestellten MitarbeiterInnen. Das EBITDA ist als EBIT plus Abschreibungen definiert.

* Die Aufwendungen für die im Rahmen der Restrukturierung freigestellten MitarbeiterInnen, welche im zusammengefassten EBITDA und im zusammengefassten EBIT nicht inkludiert sind, umfassen die Aufwendungen, die bei der Freistellung von MitarbeiterInnen entstanden sind, sowie die Aufwendungen für Beamte, die aufgrund von Abfertigungen das Unternehmen verlassen, und die Kosten für MitarbeiterInnen, die sich im Krankenstand befinden und um Frühpensionierung angesucht haben. Diese Kosten beliefen sich in den ersten neun Monaten 2002 auf 21,9 Mio. EUR gegenüber 38,2 Mio. EUR im Vergleichszeitraum 2001. Für das Jahresergebnis 2002 wird erwartet, dass die Aufwendungen für die im Rahmen der Restrukturierung freigestellten MitarbeiterInnen bis zu 30 Mio. EUR betragen werden, was unter den bisherigen Erwartungen liegt.

** Die mit 1. Januar 2002 aufgrund einer Verordnung des Regulators durchgeführte Änderung des Verrechnungssystems mit alternativen Telekommunikationsunternehmen führte 2002 zu einer Verringerung der Umsätze, da die Verrechnung nun abzüglich der Zusammenschaltungsaufwendungen erfolgt, die früher Telekom Austria für eingehende Anrufe von alternativen Telekommunikationsunternehmen in Rechnung gestellt wurden. Die Saldierung der Umsatzerlöse und der operativen Aufwendungen führt zu einem Umsatzrückgang, wobei sich für das EBITDA hieraus keine Auswirkungen ergeben. Die Zahlen für die ersten drei Quartale 2001 werden zur besseren Vergleichbarkeit bereinigt dargestellt, woraus sich eine Verringerung der Umsätze im Festnetzbereich um 197,4 Mio. EUR und der zusammengefassten Umsatzerlöse um 62,3 Mio. EUR ergibt. Wo es zum Zwecke der besseren Verständlichkeit erforderlich ist, werden auch die bereinigten Zahlen angeführt.

(Forts.)

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