Vladyka: Flüchtlingsbetreuung gehört zurück zu den bewährten österreichischen Betreuungseinrichtungen

Seit Anfang Oktober konnte erst ein Asylwerber von European Homecare zur Heimkehr bewogen werden - ist das der gewünschte Erfolg?

St. Pölten, (SPI) - Nun bestätigte das Innenministerium, dass seit Anfang Oktober erst ein Asylwerber im Rahmen der von Innenminister Strasser "privatisierten" Flüchtlingsberatung durch European Homecare zur Rückkehr bewogen werden konnte. "Man kann also wirklich nicht von einem Erfolg sprechen. Es liegt nun an Innenminister Strasser vor der Öffentlichkeit, aber auch vor sich selbst einzugestehen, dass er den falschen Weg gewählt hat und endlich wieder die bereits über viele Jahre erprobten österreichischen Organisationen wie Caritas, Diakonie, Volkshilfe oder Rotes Kreuz mit der Betreuung zu betrauen. Wesentlich effizienter operiert hier beispielsweise die finanziell ebenfalls vom Bund unterstützte Caritas, in deren Rückkehrprojekt heuer schon mehr als 500 Personen erfolgreich betreut wurden, also im Schnitt wöchentlich mehr als zehn heimgereist sind", fordert LAbg. Christa Vladyka aktives Handeln des Innenministers.****

Auch kritisiert die NÖ Sozialdemokratin das Layout des Formulars zum Asylantragsrücktritt: "Am Kopf des Papiers steht ‚Bundesministerium für Inneres, Rückkehrberatungsstelle Traiskirchen' - damit wird beim Asylwerber leicht der Anschein erweckt, dass es sich bei der Rückkehrberatung um eine Behörde handelt, was aber nicht der Fall ist. Solche ‚Missverständnisse' führen bei den Asylwerbern zu noch höherer Verunsicherung." Aber auch generell lehnt Vladyka das Vorgehen des Innenministers im Asylbereich ab: "Diese ausschließliche Entscheidung über das Herkunftsland, ob jemand Bundesbetreuung erhält, ist nicht akzeptabel. Die wirklichen Gründe fallen einfach unter den Tisch und werden nicht hinterfragt. Österreich ist ein Land der Menschlichkeit, solche Handlungen sind unseres Landes nicht würdig."
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