Jarolim hält Schüssel-Plakat auf Kunsthistorischem Museum für Affront gegen Kultur

Wien (SK) Das "überdimensionale und abschreckende
Wahlplakat" der ÖVP an der Fassade des Kunsthistorischen Museums (KHM) sei "eine unwürdige Beschädigung einer historischen Kunststätte und muss der kultivierten Welt als Affront erscheinen", erklärte der Wiener SPÖ-Abgeordnete Johannes Jarolim am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Jarolim zeigte sich gespannt, wie der Direktor des KHM, Wilfried Seipel, der auch dem Unterstützungskomitee für Schüssel angehört, diese Aktion rechtfertigen werde. ****

Jarolim fragte, ob die ÖVP in den letzten Tagen des Wahlkampfs alle Bundesgebäude mit Parteienwerbung überziehen werde? Er äußerte überdies seine Zweifel daran, dass die ÖVP dem Kunsthistorische Museum die Betriebskosten für die nächtliche Beleuchtung des Plakats ersetze. Jarolim: "Die Vermutung liegt leider nahe, dass ÖVP-Chef Schüssel Bundesgebäude als ÖVP-Parteieigentum auffasst und versucht, einen parteipolitischen Vorteil daraus zu ziehen."

Zu befürchten sei zudem, dass dem Fremdenverkehr wie auch dem Museum selbst "schwerer Schaden zugefügt" werde, so Jarolim weiter: "Touristen, die am KHM vorbeispazieren, werden das ÖVP-Plakat als Werbung für die aktuelle Ausstellung des Museums halten und im Eilschritt davonjagen."

Für Jarolim steht außer Zweifel, dass "sich die Menschen draußen ihren eigenen Reim auf diesen auf- wie ausfälligen Einfall machen werden". Jarolim abschließend: "Jetzt fehlt nur noch, dass Schüssel gemeinsam mit Seipel, nach Plänen von ÖVP-Klubobmann Khol, ein Dollfuss-Bild an der Außenfront des Kunsthistorischen Museums anbringen lassen." (Schluss) wf/mp

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