Cap: Schüssel soll sich von Habsburgs Aussagen distanzieren

Angriffe haltlos und untragbar

Wien (SK) "Die Rundumschläge Habsburgs, die dieser in der FPÖ-nahen Monatszeitschrift "Zur Zeit" laut APA abgegeben hat, sind, wenn sie wirklich wahrheitsgetreu wiedergegeben wurden, teilweise skandalös. Als "untragbar" bezeichnet der geschäftsführende SPÖ-Klubobmann Dr. Josef Cap insbesondere die Angriffe von Dr. Otto Habsburg-Lothringen gegen den nunmehrigen Spitzenkandidaten der SPÖ-Wien, Dr. Wolfgang Petritsch. ****

"Wenn Habsburg behauptet, 'Petritsch habe in Bosnien sehr viel Schaden angerichtet', so steht er damit in klarem Widerspruch zu den Einschätzungen nahezu der gesamten Staatengemeinschaft. Von den Vereinten Nationen, aber auch von wesentlichen Exponenten der Europäischen Union und der USA sowie auch von der Mehrheit des bosnischen Volkes ist das dreijährige Wirken von Dr. Petritsch in Bosnien-Herzegowina in hohem Maß gewürdigt worden," so Cap weiter.

"Bestürzend ist es, wenn Dr. Habsburg laut APA feststellt, dass 'die Spitzenpositionen im US-Verteidigungsministerium mit Juden besetzt' seien - und wenn er formuliert, 'das Pentagon ist heute eine jüdische Institution'. Weiters alteriert er sich darüber, dass 'auf der anderen Seite die Schwarzen - zum Beispiel Colin Powell oder besonders Condolezza Rice' seien. Natürlich kann und soll man über die Irakpolitik des Pentagon diskutieren, aber doch nicht, indem man die Akteure nach rassischen Kriterien einteilt und zuordnet. Diese Feststellungen von Habsburg sind in Form und Inhalt absolut untragbar", führt Cap weiter aus.

"Bundeskanzler Schüssel, der dieser Tage an großen Feierlichkeiten für Dr. Otto Habsburg teilnimmt, ist dringend aufgefordert, diese skandalösen Äußerungen Habsburgs zurückzuweisen", schloss Cap. (Schluss) ps/mp

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