Glawischnig: Schüssel hat kein Programm außer sich selbst

Große Koalition wahrscheinlich - Schüssel läßt Tür zu Haider offen - Grasser wird bloß Wahlkampfgag gewesen sein

Wien (OTS) "Schüssel hat seine Chance gehabt, es wird Zeit für eine Ablöse. Im heutigen ORF-Mittagsjournal hat er einmal mehr deutlich gemacht, daß er kein Programm hat, außer: Wolfgang Schüssel. Um seinen Machterhalt zu sichern, steuert er nun auf eine Wiederauflage der Großen Koalition zu, hält sich aber für den Fall der Fälle selbst die Tür zu Haider offen. In beiden Fällen wird der von ihm so hochgelobte Finanzminister Grasser nicht mehr als ein Wahlkampfgag gewesen sein. Das ist wenig verwunderlich, denn Schüssel ist ja bekannt für gebrochene Versprechen", so Eva Glawischnig, stv. Bundessprecherin der Grünen.

Wenig verwunderlich ist, daß Schüssel auch heute noch keine klaren Worte zu Jörg Haider findet. "Schüssel ist offenbar nicht lernfähig, wenn er sich diese Türe noch offen läßt. Niemand anderer als Haider hat Schüssels Regierung in Knittelfeld gestürzt. Der ÖVP-Obmann will den Machterhalt um jeden Preis. Dazu scheint er auch bereit, noch einmal eine Regierung in Haiders Porsche an die Wand zu fahren", so Glawischnig.

Nur mehr lächerlich macht sich Schüssel, wenn er dementiert, daß die ÖVP keinen Schmutzwahlkampf machen würde. "So viele Unwahrheiten wie die ÖVP in diesem Wahlkampf über die Grünen verbreitet hat, wäre höchstens der FPÖ zuzutrauen gewesen, aber nie und nimmer der bürgerlichen ÖVP. Schüssel und Co. sind nicht nur inhaltlich nach rechts gerückt, sie bedienen sich auch ungeniert der untergriffigen Methoden der Freiheitlichen", so Glawischnig.

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