NEWS enthüllt: Grassers geheimes Belastungspaket

Höhere Benzin- & Grundsteuer zur Finanzierung der Steuerreform. Haider in NEWS: "Mit diesem Paket der Grauslichkeiten kann Grasser gleich grüner Finanzminister werden."

Wien (OTS) - In einem internen Geheim-Papier, das NEWS in seiner bereits morgen erscheinenden neuen Ausgabe veröffentlicht, plant Finanzminister Karl Heinz Grasser eine Reihe von massiven Steuererhöhungen für die Zeit nach der Wahl:

- So soll - heißt es in dem Grasser Papier wörtlich - eine "Anhebung der Mineralölsteuer auf Benzin und Diesel um je 0,085 Euro je Liter (1,17 S/Liter) Einnahmen von "ca.655 Millionen Euro (9 Mrd. S)" bringen.

- Zudem wird in dem Papier eine Erhöhung der Grundsteuer geplant. Dazu heißt es im geheimen Grasser-Belastungspapier wörtlich: "Eine Verdoppelung des Aufkommens durch eine Verdoppelung der Steuersätze brächte 436 Millionen Euro (6Mrd, S).

- Das Aus für steuerliche Begünstigungen bei Überstunden ab 2003 soll "100 Millionen Euro (1,5 Mrd. S)" und

- eine Streichung der steuerlichen Begünstigung von Sonderausgaben wie Lebensversicherungen "400 Millionen Euro (5 Mrd. S)" bringen.

Das Papier, das den Titel "Die Steuerreform 2003" trägt, wurde heuer im Sommer erstellt: Mit diesem massiven Steuerbelastungspaket sollen - laut Grassers Geheimpapier - eine Steuerentlastung für Kleinverdiener finanziert werden.

Alt-FPÖ-Jörg Haider attackiert Grassers Steuerpläne im NEWS-Interview heftig:

- Haider über Grassers Steuerplan: "Der Herr Schüssel braucht nicht vor Rot-Grün zu warnen, wenn er sich einen Finanzminister nimmt., der solche Grauslichkeiten vorhat. Da kann Grasser gleich grüner Finanzminister werden."

Der Alt-FPÖ-Obmann greift Grasser im NEWS-Interview zudem neuerlich wegen seines Wechsels ins Schüssel-Team an und erteilt Schwarz-Blau eine klare Absage:

- Haider über Grassers Finanzminister-Chancen nach der Wahl: "Wenn Schüssel wirklich Nummer eins wird, dann hat er zunächst einmal das Problem, wohin entsorgt er den soeben angeheuerten Finanzminister. Ihm bleibt ja dann nur die SPÖ als potenzieller Koalitionspartner."

- Haider über den Schüssel-Grasser-Deal: "Ich vermute, dass Schüssel mit Grasser ausgemacht hat, dass er bei der Wahl als Marketinggag für ihn zur Verfügung steht und dann dafür eine hohe Position in der Nationalbank bekommt."

- Haider über Grassers Zukunft: "Von der Nachfolge Klaus Liebschers abwärts ist alles möglich. Denn jetzt laufen viele hochdotierte Verträge aus, das hätte den Vorteil für Grasser, nicht mehr beweisen zu müssen, dass er in der Privatwirtschaft erfolgreich ist. Denn die Nationalbank ist ein klassisch geschützter Bereich."

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