UN-Tag: Schwarz/Blau hat Kinderrechte verschlafen - Kinderfreunde fordern nationalen Aktionsplan

Wien (SK) Anlässlich des diesjährigen internationalen Tages der Kinderrechte, der weltweit am 20. November begangen wird (am 20.11.1989 wurde von den Vereinten Nationen einstimmig eine Konvention über die Rechte des Kindes verabschiedet), fordern die Kinderfreunde bereits jetzt die nächste Regierung auf, einen nationalen Aktionsplan für die Umsetzung der Kinderrechte in Österreich zu installieren. ****

Der UN-Weltkindergipfel vergangenen Mai in New York hat es unverfälscht bewiesen: Die Lebensbedingungen der Kinder dieser Welt haben sich auch nach über 12jährigem Bestehen der UN-Kinderrechtskonvention kaum grundlegend gebessert. Es muss daher Aufgabe der Regierungen sein, sich der Situation der Kinder ihres Staates anzunehmen.

Auch ein relativ reiches Land wie Österreich hat keinen Grund, sich im Bereich der Kinderrechte zurückzulehnen. Vor zehn Jahren wurde durch das Österreichische Parlament die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet, dennoch gibt es in Österreich Familien, die unter der Armutsgrenze leben; das betrifft die Kinder am stärksten.

Weitere von den Kinderfreunden beanstandete Verstöße gegen die UN-Konvention: unbegleitete minderjährige Flüchtlinge werden noch immer in Schubhaft genommen; Kinder haben oft keine Mitsprachemöglichkeiten bei Entscheidungen, die ihr Leben und ihre Zukunft betreffen; viele Kinder und Jugendliche werden Opfer von Gewalt und Missbrauch; Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache oder Kinder mit Behinderung werden noch immer diskriminiert; Mädchen haben nicht dieselben Chancen wie Jungen; Kinderzimmer sind gewöhnlich die kleinsten Zimmer in einer Wohnung (nach Bad, WC und Abstellraum; Freiräume für Kinder und Jugendliche sind gerade im städtischen Raum nicht selbstverständlich; Eltern betrachten ihre Kinder oft als ihren "Besitz".)

Die Österreichischen Kinderfreunde, gemeinsam mit der National Coalition - Netzwerk Kinderrechte, fordern daher zur Aufwertung der Rechte der Kinder und zu ihrer verlässlichen Umsetzung, dass die UN-Kinderrechtskonvention in Österreich in den Verfassungsrang gehoben wird, dass es auch in Österreich einen Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der Kinderrechte für die nächsten zehn Jahre mit klaren Zielen gibt und dass eine staatliche Kinderrechts-Beauftragte, oder ein Kinderrechtsbeauftragter eingesetzt wird. Weiters wird neuerlich die Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre auf allen Ebenen sowie das Recht jedes Kindes auf einen Kindergartenplatz hervorgehoben.(Schluss) up/mm

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