Bekleidungsindustrie: Exportsteigerung trotz starkem Preisdruck

Forderungen an die nächste Bundesregierung

Wien (PWK827) - "Trotz ungünstiger Wirtschaftslage auf vielen Märkten hat die österreichische Bekleidungsindustrie im ersten Halbjahr 2002 mengenmäßig ein Exportplus von 5 % erzielt" freut sich Wilhelm Ehrlich, (Firma Sportalm), als Obmann des Fachverbandes der österreichischen Bekleidungsindustrie für seine Mitglieder. Leider sei aber andererseits ein enormer Wettbewerbs- und Preisdruck festzustellen. Daher konnte die Entwicklung der erzielten Verkaufspreise nicht mit dem Mengenzuwachs mithalten.

Überdurchschnittliche Exportzuwächse waren nach Asien (+21 %) und Australien (+138 %) festzustellen, was die über Europa hinausgehende Akzeptanz österreichischer Mode beweist.
Der mengenmäßige Rückgang der Importe (-5,7 %) analysiert der Geschäftsführer des Fachverbandes, Franz J. Pitnik, dahingehend, dass der Inlandsmarkt für Bekleidung derzeit rückläufig sei. Sogar die Nachfrage nach Billigprodukten aus Niedriglohnländern sei entgegen dem langjährigen Trend sinkend. Aus Asien wurden im 1. Halbjahr um 11 % weniger Bekleidungsprodukte geliefert als im Vergleichszeitraum 2001.
Um dem starken Preisdruck auf den Absatzmärkten besser begegnen zu können, sollten die Rahmenbedingungen für die lohnintensive österreichische Bekleidungsindustrie verbessert werden.
Deshalb fordert der Fachverband der Bekleidungsindustrie Österreichs von der zukünftigen Bundesregierung eine Senkung der Lohnnebenkosten wie z.B. der Beiträge zur Arbeitslosen- und Unfallversicherung sowie zum Insolvenzfonds. Die nächste Regierung sollte auch innerhalb der EU verstärkt für eine Modernisierung des Präferenzzollrechtes betreffend die Lohnfertigung in den mittel- und osteuropäischen Staaten eintreten. (us)

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