Ungarische Sprache in Schulen: Auftaktveranstaltung mit Propkop

Wiener Neustadt (OTS) - Die Präsidentin der Versammlung der Regionen Europas, Landeshauptmannstv. Liese Prokop, sprach heute, Montag, in der HTL-Wiener Neustadt vor SchülerInnen, LehrerInnen und Wirtschaftstreibenden bei der Auftaktveranstaltung zum grenzüberschreitenden Interreg-Projekt "Ungarische Sprachen in Schulen des Regionalen Entwicklungsverbandes Industrieviertel", das von diesem gemeinsam mit dem österreichisch-ungarischen "Corvinuskreis" gegründet worden war. Bei diesem - kurz "USiS" genannten Projekt, soll das Erlernen der ungarischen Sprache gefördert und für noch mehr Verständnis für die Kultur des Nachbarlandes geworben werden. Auch das Land Niederösterreich hat zu diesem Projekt einen Beitrag geleistet.

Weil die EU Osterweiterung im Jahr 2004 kommt, wird jedenfalls in einigen Jahren das Industrieviertel als Industriestandort noch weiter wachsen. Um die Jugend und die Firmen mit Niederlassung bzw. Partnerunternehmen in Ungarn auf die Herausforderung dieses Erweiterung vorzubereiten, hat der "regionale Entwicklungsverband Industrieviertel" dieses Schulprojekt begonnen. Der Wirkungsbereich dieses Projektes umfasst die Bezirke Baden, Wiener Neustadt und Neunkirchen sowie die westlichen ungarischen Komitate Györ,Moson, Sopron, Zala und Vas. Mittlerweile lernen in diesem Projekt bereits in neun Schulen ungefähr 150 SchülerInnen ungarisch.

"Wer niemals einen Blick über seinen Gartenzaun wirft, wird sich auch nie durch Weltoffenheit, Verständnis und Toleranz gegenüber anderen Kulturen auszeichnen" sagte Prokop bei der Eröffnung. Die EU-Osterweiterung rücke unaufhaltsam näher, in spätestens 15 Jahren seien Ostösterreich und Westungarn zu einem gemeinsamen Wirtschaftsraum verschmolzen. Für Firmen mit Niederlassungen und Partnerschaftsunternehmen in Ungarn, die mit Österreich zusammenarbeiten, seien damit große Herausforderungen und zugleich enorme Chancen verbunden. Man dürfe diese Entwicklung aber nicht verschlafen, meinte Prokop, sondern müsse sich vielmehr professionell vorbereitet diesen großen Herausforderungen stellen. Gerade SchülerInnen im Alter von 6 bis 16 Jahren würden in diesem gemeinsamen Wirtschaftsraum profitieren. Schon jetzt herrsche in Westungarn ein investionsfreundliches Klima, dass sich nach dem EU-Beitritt Ungarns noch verstärken werde. Der Bedarf von Fachleuten, vor allem die die ungarische Sprache beherrschen, werde stark steigen. Das Projekt "USiS" fördere nicht nur das Erlernen der ungarischen Sprache, sondern erhöhe auch die Fähigkeiten der Jugend zum interkulturellen Lernen. Partnerfirma von USiS bekämen solcherart die Möglichkeit, kompetente und sprachlich ausgebildete Nachwuchskräfte kennen zu lernen.

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