Kranzl: Delogierungsprävention wird in Niederösterreich intensiviert!

Der Verlust der eigenen Wohnung führt oft zum Verlust der eigenen Identität!

Niederösterreich (SPI) Im Rahmen eines vom Verein BEWOK -Delogierungsprävention, Wohnungssicherung - durchgeführten Expertengespräches teilte Soziallandesrätin Christa Kranzl heute mit, dass sie jene Sozialeinrichtungen die sich mit Delogierungsprävention in Niederösterreich beschäftigen, einladen wird, gemeinsam ein Konzept zur Delogierungsprävention auszuarbeiten. "Der Verlust der eigenen vier Wände führt leider oft zum Verlust der eigenen Identität. Obwohl in Niederösterreich bereits einige Sozialorganisationen in diesem Bereich aktiv sind, wie BEWOK, die Schuldnerberatung, die Caritas Wien und St. Pölten, Emmausgemeinschaft, muss die Vorbeugung noch intensiviert werden. Ich werde die Sozialorganisationen zu einem "Runden Tisch" einladen. Dabei soll ein Konzept zu einer flächendeckenden Delogierungsprävention ausgearbeitet werden. Es geht nicht darum, neue Strukturen zu schaffen, sondern die vorhandenen Betreuungsansätze zu koordinieren und zu bündeln. Vorbeugen ist nicht nur besser, sondern auch billiger", so Soziallandesrätin Christa Kranzl.

Experten aus Krems, Wien und Salzburg und Deutschland haben bei dieser Tagung ihre Lösungsansätze vorgestellt. Die Verhinderung einer Delogierung erspart im Schnitt die fünffachen Kosten die Notunterkünfte, Sozialhilfe etc. nach einer erfolgten Kündigung ausmachen. "Es geht hier um das Schicksal von Menschen, die in einer Notsituation, oft nach einer Scheidung, vor dem Nichts stehen. So wichtig private Organisationen sind, es darf sich aber die öffentliche Hand nicht vollständig aus diesem sozialen Bereich zurückziehen. Ich bin sicher, dass wir in Niederösterreich unter Einbeziehung der hervorragend arbeitenden Organisationen eine soziale, menschliche und kostensparende Betreuungsform finden werden, um den Betroffenen einen Ausweg aus ihrer Notsituation aufzuzeigen", so Soziallandesrätin Christa Kranzl. sw

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