- 18.11.2002, 14:08:37
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Kranzl: Delogierungsprävention wird in Niederösterreich intensiviert!
Der Verlust der eigenen Wohnung führt oft zum Verlust der eigenen
Identität!
Niederösterreich (SPI) Im Rahmen eines vom Verein BEWOK -
Delogierungsprävention, Wohnungssicherung - durchgeführten
Expertengespräches teilte Soziallandesrätin Christa Kranzl heute
mit, dass sie jene Sozialeinrichtungen die sich mit
Delogierungsprävention in Niederösterreich beschäftigen, einladen
wird, gemeinsam ein Konzept zur Delogierungsprävention
auszuarbeiten. "Der Verlust der eigenen vier Wände führt leider oft
zum Verlust der eigenen Identität. Obwohl in Niederösterreich
bereits einige Sozialorganisationen in diesem Bereich aktiv sind,
wie BEWOK, die Schuldnerberatung, die Caritas Wien und St. Pölten,
Emmausgemeinschaft, muss die Vorbeugung noch intensiviert werden.
Ich werde die Sozialorganisationen zu einem "Runden Tisch" einladen.
Dabei soll ein Konzept zu einer flächendeckenden
Delogierungsprävention ausgearbeitet werden. Es geht nicht darum,
neue Strukturen zu schaffen, sondern die vorhandenen
Betreuungsansätze zu koordinieren und zu bündeln. Vorbeugen ist
nicht nur besser, sondern auch billiger", so Soziallandesrätin
Christa Kranzl.
Experten aus Krems, Wien und Salzburg und Deutschland haben bei
dieser Tagung ihre Lösungsansätze vorgestellt. Die Verhinderung
einer Delogierung erspart im Schnitt die fünffachen Kosten die
Notunterkünfte, Sozialhilfe etc. nach einer erfolgten Kündigung
ausmachen. "Es geht hier um das Schicksal von Menschen, die in einer
Notsituation, oft nach einer Scheidung, vor dem Nichts stehen. So
wichtig private Organisationen sind, es darf sich aber die
öffentliche Hand nicht vollständig aus diesem sozialen Bereich
zurückziehen. Ich bin sicher, dass wir in Niederösterreich unter
Einbeziehung der hervorragend arbeitenden Organisationen eine
soziale, menschliche und kostensparende Betreuungsform finden
werden, um den Betroffenen einen Ausweg aus ihrer Notsituation
aufzuzeigen", so Soziallandesrätin Christa Kranzl. sw
Rückfragehinweis: Walter Schneider
0664 300 85 32
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