ÖAAB-Tschirf zu Rieder/Brauner: "Spät aber doch"

ÖAAB fordert bereits seit längerem kompletten Versicherungsschutz für atypisch-Beschäftigte

"Spät aber doch", so reagierte der Wiener ÖAAB-Landesobmann und Klubobmann der Wiener ÖVP Dr. Matthias TSCHIRF auf die Ankündigung der beiden SPÖ-Stadträte Dr. Sepp Rieder und Mag. Renate Brauner, rechtliche Absicherungen und Qualifizierungsmaßnahmen für jene atypisch Beschäftigten anzubieten, die ohne diese Hilfe keine Chance am Wiener Arbeitsmarkt haben. Er und der ÖAAB, so TSCHIRF, fordern konkret schon seit einiger Zeit einen kompletten Versicherungsschutz für jene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die atypisch beschäftigt sind. "Nur mit diesem Schritt kann der Praxis vieler Unternehmen ein Riegel vorgeschoben werden, Sozialversicherungsbeiträge auf Kosten ihrer Mitarbeiter einzusparen", ist TSCHIRF überzeugt.

Die Beschäftigung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern als "freie Dienstnehmer" bzw. atypisch Beschäftigten ist ein beliebtes Mittel für manche Arbeitgeber neben schlechterer arbeitsrechtlicher Absicherung, Sozialversicherungsbeiträge auf Kosten ihrer Mitarbeiter einzusparen. Freie Dienstnehmer bzw. atypisch Beschäftigte sind zwar krankenversichert, haben aber keinen Anspruch auf Krankengeld im Fall längerer Krankheit und sie haben auch keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld aus dieser Beschäftigung, da sie keine Arbeitslosenversicherungsbeiträge bezahlen. "Dies bedeutet für die Betroffenen bei Krankheit oder Arbeitslosigkeit oft einen Absturz in die soziale Armut", weiss ÖAAB-Landesobmann Matthias TSCHIRF: "Diese Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer brauchen daher rasch die nötige Absicherung"

"Die Aussagen von Rieder und Brauner beweisen mir aber wieder, dass die Wiener SPÖ nur halbherzig auf die wirklichen Probleme der Wiener Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eingeht", so TSCHIRF und abschliessend: "Am 24. November werden die Wiener Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wissen, welche Partei ihre Anliegen mit Nachdruck vertritt und wer vor der Wahl in lieblosen Pressekonferenzen nur Absichtserklärungen abgibt."

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