SJÖ fordert Maßnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit

"Kollross: Schüssel hatte drei Jahre Zeit. Jetzt haben wir die höchste Jugendarbeitslosigkeit seit 1945!"

Wien (SK)Die SJÖ (Sozialistische Jugend Österreich) fordert im Rahmen ihrer bundesweiten Kampagne unter dem Motto "Zeitbombe Jugendarbeitslosigkeit" endlich ernsthafte Maßnahmen gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit. Andreas Kollross, Vorsitzender der SJÖ, hält die Lehrlingsaktion der ÖVP für "eine Alibihandlung, um sich von der Verantwortung der derzeitigen Situation Jugendlicher am Arbeitsmarkt zu drücken". "Schüssel hatte drei Jahre Zeit. Jetzt haben wir die höchste Jugendarbeitslosigkeit seit 1945. Darüber kann eine kurz vor der Wahl angezettelte, populistische und inhaltslose Initiative auch nicht hinwegtäuschen." ****

Die Kampagne der SJÖ beinhaltet unter anderem auch eine Protestfaxaktion an Bundesminister Bartenstein. Über 10.000 Faxe verärgerter Lehrlinge, und vor allem jener, die bisher vergeblich eine Lehrstelle gesucht haben, sind bis jetzt abgeschickt worden. "Bartenstein hat bis jetzt nicht reagiert. Ich deute das als Zeichen, dass er nicht vor hat, die eigentlich Betroffenen, nämlich die Lehrlinge, als Faktor in seine Politik mit einzubeziehen", sagte Kollross.

Teil der Kampagne, die seit April 2002 läuft ist, auch eine Befragung der Lehrlinge zur Situation an den Berufsschulen und in den Betrieben. "Die Sozialistische Jugend wurde von Lehrlingen gegründet und sieht sich auch heute noch als Organisation, die aktiv für die Interessen junger ArbeiterInnen eintritt. Aktive Lehrlingspolitik muss sich mit der Ausbildung und der Situation junger Menschen auf dem Arbeitsmarkt auseinandersetzen. Einseitige Förderungen der Wirtschaft und der Abbau des Arbeitsrechtes wird ihre Situation nicht verbessern", so Kollross.

"Zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit und der Lehrstellenflaute ist eine Abwahl der 'Arbeitslosen-Regierung' am Sonntag zwingend notwendig", schloss Kollross. (Schluss) wf/mp/mm

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