Schicker: Erfolgreiche TeleCities-Präsidentschaft Wiens

Wien (OTS) - Die Stadt Wien konnte durch ihren Einsatz für das europäische IKT-Netzwerk TeleCities ihre europäische Kompetenz und ihre technologische Qualität demonstrieren: Sie stärkte ihre Präsenz in der Europäischen Union, liegt bei eGovernment-Anwendungen im Spitzenfeld Europas und baut ihren Ruf als aktive, lebenswerte Stadt mit einer exzellenten Verwaltung und hochmoderner Infrastruktur weiter aus - so der Tenor eines Mediengesprächs, das Montag Wiens Planungsstadtrat DI Rudolf Schicker zusammen mit der geschäftsführenden Präsidentin, Ingrid Götzl und dem Leiter der Magistratsdirektion-Informationsmanagement, DI Eberhard Binder gab.

TeleCities www.telecities.org ist ein europäisches Netzwerk von rund 120 Städten aus den EU-Staaten, aber auch aus (Noch-)Nicht-EU-Ländern, die in grenzüberschreitender Zusammenarbeit wichtige Themen der Informations- und Wissensgesellschaft behandeln. Ziel ist die konzertierte urbane Entwicklung durch die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT); damit soll ein Beitrag zum wirtschaftlichen Aufschwung und zur sozialen und kulturellen Entwicklung der europäischen Städte geleistet werden.****

Zentrales Thema ist die Bekämpfung des "Digital Divide", d.h. die Kluft zu schließen, die entsteht, wenn nur ein kleiner Teil der Bevölkerung Zugang zu den neuen Medien und Vertrautheit im Umgang mit ihnen hat - und der andere Teil weder über die technischen Möglichkeiten noch über das notwendige Wissen verfügt.
Konkrete Schwerpunktbereiche sind eGovernment, also Anbieten der Verwaltungsleistungen auch mit Hilfe von IKT, die damit verbundene Reorganisation der Öffentlichen Verwaltung, die Förderung demokratischer Partizipation der Bürger/innen am politischen Leben, neue Formen der Aus- und Fortbildung und des lebenslangen Lernens, Bewahrung einer zukunftssicheren Umwelt, verstärkte Aktivierung der Senioren in allen Lebensbereiche, erhöhte Lebensqualität und erleichterte Teilnahme am Gemeinschaftsleben für Behinderte, etc.

Im Netzwerk TeleCities arbeitet Wien mit großen Städten wie Rom, Barcelona, Marseille, Liverpool, Amsterdam, Kopenhagen, Helsinki, Den Haag, Leipzig, Liverpool, Prag, Stockholm, Köln, Berlin, Manchester etc. zusammen. Aber auch kleine Städte sind in TeleCities willkommen und zeigen für Probleme, die allen gemeinsam sind, sehr oft unkonventionelle und pragmatische Lösungen.

Anerkennung für Wien

Die Wahl zur Präsidentin von TeleCities stellte die Anerkennung für die Vorreiterrolle Wiens im europäischen Raum auf dem Gebiet von EDV-Anwendungen dar, aber auch für die aktive Rolle, die Wien seit seinem Beitritt 1996 im Netzwerk und seinen thematischen Arbeitsgruppen sowie im Führungsgremium von TeleCities spielt.

Ziele der Präsidentschaft Wiens

Die Wiener TeleCities-Präsidentschaft wurde unter das Motto "Zusammenarbeit und sozialer Zusammenhalt" gestellt. Die Ziele entsprachen auch den von Wien gesetzten politischen und strategischen Prioritäten, nämlich

o die Forcierung von eGovernment mit besonderer Betonung einer "Digital Inclusive Society"
o die Stärkung von TeleCities als IKT-Repräsentant der Städte gegenüber den Institutionen der EU
o die Intensivierung der Kooperation der europäischen Städte unter Forcierung der Zusammenarbeit mit Städten aus den Beitrittswerber Ländern.

Ergebnisse der Wiener Präsidentschaft

Wien konnte seine Präsidentschaft 2001-2002 mit einer sehr positiven Erfolgsbilanz abschließen:

o Aufbau eines dauerhaften Konsultationsprozesses zwischen TeleCities und der Europäischen Kommission zu priorisierten Themen der Informationsgesellschaft; Einbindung von TeleCities in die Vorbereitung des 6. Rahmenprogramms.
o Intensivierung der Kontakte zu Städten aus den Beitrittswerber Ländern, die zum ersten Mal im Lenkungsgremium von TeleCities repräsentiert sind, und aktive Kooperation in Projekten und in direkter Zusammenarbeit. Greifbarer Beitrag auf dem Weg zur EU Erweiterung: Stadt Wien offizieller Sponsor der TeleCities Konferenz in Gdansk im Juni 2002.
o In aktiver Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission Begründung und Festigung der Zusammenarbeit mit europäischen Netzwerken von nationalen Regionen und Gemeindeverbänden. Ziel dieser Zusammenarbeit: Stärkung der Position der Städte, Gemeinden und Regionen bei Themen der Informationsgesellschaft.
o Wegbereitung für eine weiter führende, anhaltende Entwicklung der europäischen Städte durch das programmatische TeleCities-Projekt "eCitizenship and new forms of urban governance by 2010" mit der Priorisierung von eDemocracy, eSecurity, eLearning und Business Process Reengineering in Stadtverwaltungen. Diese Kernthemen werden die Richtschnur für die Aktivitäten von TeleCities in den nächsten Jahren darstellen.

Resümee

Dass die mit der Präsidentschaft Wiens verbundenen Ziele erreicht wurden, zeigen die hochkarätigen internationalen Konferenzen (u.a. Belgien, China, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Lettland, Polen, Slowenien, Spanien, Tschechien, USA), bei denen Wien auf Einladung einen Vortrag hielt und/oder einen Vorsitz übernahm.

Wien realisierte damit neben den Erfolgen für das Netzwerk TeleCities auch seine mit der Präsidentschaft verbundenen Ziele:

o Wesentliche Signale zur Entwicklung der Informationsgesellschaft zu geben und zu grundsätzlichen Themen direkte Kooperationen mit Entscheidungsträgern anderer Städte einzugehen,
o die Leistungen der Stadtverwaltung verstärkt in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses zu stellen und ihre Qualität europaweit zu demonstrieren,
o sich als Stadt mit einer ausgezeichneten technologischen Infrastruktur, sehr gut qualifizierten Fachkräften, einem weiträumigen Verkehrsnetz und hervorragenden sozialen Randbedingungen darzustellen. (Schluss) lf

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