Kärnten setzt auf interkommunale Gewerbeparks

Kärnten Technologie als professioneller Partner

Klagenfurt (OTS) - In den ländlichen Regionen sollen verstärkt interkommunale Gewerbeparks entstehen. Dies ist die Zukunftsstrategie des Wirtschaftsreferenten LHStv. Ing. Karl Pfeifenberger, der diese Gewerbeparks, wo mehrere Gemeinden partizipieren, tatkräftig unterstützt. Das Ziel laut Pfeifenberger sei eine sinnvolle räumliche Verteilung von konkurrenzfähigen Wirtschaftsstandorten abseits des Zentralraumes, um auch periphere Gebiete zu stärken. Dabei kommt neben dem Raumplanungsaspekt des sparsamen Landschaftsverbrauches auch dem effizienten Mitteleinsatz eine bedeutende Rolle zu. Mehrere Gemeinden einer Region sollen gemeinsam ein Gewerbegebiet am bestmöglichen Standort entwickeln. Die Kosten und auch die zukünftig zu erwartenden Erträge sollen nach einem frei zwischen den Gemeinden zu vereinbarenden Schlüssel aufgeteilt werden. Statt sich gegenseitig sinnlos zu konkurrenzieren wird gemeinsam vorgegangen. Die positiven Auswirkungen der Betriebsansiedelung kommen der Region zugute, führte der Wirtschaftsreferent aus.

Gleichzeitig mit der Umsetzung des Pilotprojektes in Althofen werden Richtlinien, die für ganz Kärnten gelten sollen, erarbeitet, so der Wirtschaftsreferent. Der Kärntner Bodenbeschaffungsfonds unterstützt die Etablierung Interkommunaler Gewerbezonen in Abstimmung mit der Landesplanung und der Gemeindeabteilung.

Der Grund für die Kooperation zwischen den Gemeinden liegt auf der Hand. Denn wenn die derzeitige Entwicklung fortgesetzt würde, entstünde die Gefahr konkurrierender Gewerbegebiete in unmittelbarer Nähe, die sich gegenseitig Betriebe abwerben. Abwerbungen von Betrieben bringen aber keine zusätzlichen Arbeitsplätze sondern führen nur zu einer Quasi-Subventionierung reiner Betriebsverlagerungen innerhalb der Region. Dies ist nicht unser Ziel, so Pfeifenberger. Gleichzeitig führt die Schaffung vieler kleiner Wirtschaftsstandorte zu einem unnötigen Verbrauch von Landschaft und finanziellen Ressourcen.

Zielstandorte für die Entwicklung von Interkommunalen Gewerbezonen sollen an günstigen Standorten mit entsprechender Infrastruktur und rascher Anbindungsmöglichkeit an Hochleistungsstraßen liegen. Neuansiedelungen und Betriebserweiterungen, die an bestehenden Standorten nicht mehr sinnvoll durchgeführt werden können, werden in das interkommunale Gewerbegebiet verlegt.

Für die betroffenen Gemeinden gibt es seitens des Landes mehrere Anreize, so der Wirtschaftsreferent. Beispielsweise die Förderung des Grundstückserwerbes und der Aufschließungskosten, die Unterstützung bei der Vermarktung der Flächen durch die Kärnten Technologie sowie die Beratung der Betriebe entsprechend der Förderprogramme des KWF

Laut Pfeifenberger sollen die aus dem Pilotprojekt Althofen gewonnenen Erfahrungen für die Entwicklung von weiteren Interkommunalen Gewerbezonen erarbeitet werden. Diese Richtlinien, welche die Rahmenbedingungen für Interkommunale Gewerbezonen beschreiben, könnten mittels Regierungsbeschluss Gültigkeit für ganz Kärnten erlangen. Als professioneller Partner soll laut Pfeifenberger die Kärnten Technologie zur Verfügung stehen (Ende).

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