Handels-KV: Arbeitgeber blockieren 1.000 Euro Mindestlohn

Lewisch: "Es wird zu Protestmaßnahmen kommen"

Wien (HTV/ÖGB). "Alle Parteien fordern mittlerweile 1.000 Euro Mindestlohn. Dass dies aber bei manchen nicht mehr als heiße Luft ist, beweisen unsere heutigen Kollektivvertrags-Verhandlungen", ist Karl Lewisch, Zentralsekretär der Gewerkschaft Handel, Transport, Verkehr (HTV) verärgert. "Uns geht es nicht um eine Lohnerhöhung um 25 Prozent, wie es die Wirtschaftskammer fälschlicherweise darstellt. Bei uns gibt es nur noch eine Lohnkategorie, die unter 1.000 Euro verdient und das sind jugendliche ArbeitnehmerInnen, die nicht etwa Lehrlinge sind, sondern genauso arbeiten wie ihre älteren KollegInnen."

"Bei der heutigen Verhandlung haben die Unternehmer dem Verhandlungskomitee mitgeteilt, dass 2.000 Jugendliche davon betroffen wären und für diese könnten sie sich 1.000 Euro Mindestlohn nicht leisten. Mit einem Hungerlohn geben wir uns nicht zufrieden. Wir fordern gleichen Lohn für gleiche Leistung", so der Verhandlungsführer Walter Aigner und der betreuende Sekretär Robert Steinocher.

Lewisch abschließend: "Wir sind nicht mehr gewillt solche Hungerlöhne hinzunehmen. Auch Jugendliche haben ein Recht auf Solidarität. Protestmaßnahmen sind deshalb vorprogrammiert." (aw)

ÖGB, 14. November 2002
Nr. 888

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