LR Schwärzler: "Sicherheit hat oberste Priorität"

Aktuelle Situation im TBC-Fall Reuthe - Amtstierarzt suspendiert

Bregenz (VLK) - Im TBC-Fall Reuthe gibt es neue Erkenntnisse:
Amtstierarzt Norbert Greber hat bei seiner Bestandsuntersuchung am 25. Oktober 2002 ein zwar ordnungsgemäß gelagertes, aber seit drei Jahren abgelaufenes Diagnostikum verwendet. Dadurch kann das negative Ergebnis vom 25. Oktober 2002 nicht sicher bestätigt werden. Das teilte Landesrat Erich Schwärzler heute, Donnerstag, bei einer Pressekonferenz in Bregenz mit.

"Umso wichtiger ist es, dass in der Zwischenzeit zweimal Blut-und Milchproben gezogen wurden", betonte Landesrat Schwärzler. Bis zum Vorliegen der endgültigen Ergebnisse bleibe der Betrieb in Reuthe gesperrt, oberste Priorität habe die Sicherheit der Konsumenten, betonte der Landesrat.

Amtstierarzt suspendiert

Bedingt durch die nicht ordnungsgemäße TBC-Erhebung am Betrieb in Reuthe, wurde gestern, Mittwoch Abend, Amtstierarzt Norbert Greber bis zum Abschluss des Verfahrens vom Dienst suspendiert. Die Amtsgeschäfte für den Bezirk Dornbirn werden vom Feldkircher Amtstierarzt Oswald Kessler übernommen.

Wie Landesveterinär Erik Schmid betonte, werden die endgültigen Maßnahmen für den Betrieb mit dem Vorliegen der Ergebnisse aus Mödling in der kommenden Woche vom Gesundheitsministerium in Absprache mit dem Land getroffen.

Die Ereignisse in chronologischer Reihenfolge

Am Freitag, 25. Oktober 2002 wurde durch den Amtstierarzt von Dornbirn, Norbert Greber, in Vertretung des Amtstierarztes von Bregenz, beim Betrieb in Reuthe eine Bestandsuntersuchung auf Tuberkulose durchgeführt. Anlass bildete eine am Dienstag, 22. Oktober 2002, durchgeführte Schlachtung. Dabei wurde bei einer von diesem Betrieb stammenden Kuh ein TBC-positiver Schlachtbefund erhoben, der am Donnerstag, 24. Oktober 2002, von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit in Innsbruck bestätigt wurde.

Die TBC-Reaktion des Tests vom 25. Oktober 2002 wurde am Montag, 28. Oktober 2002 vom Amtstierarzt von Bregenz, Peter Fehr, abgelesen. Bei 46 Tieren war das Ergebnis negativ, ein Tier wurde als fraglich beurteilt. Daraufhin wurden noch am selben Tag (28. Oktober 2002) insgesamt 47 Blut- und 19 Milchproben gezogen und nach Innsbruck geschickt.

Die als fraglich eingestufte Kuh wurde am Dienstag, 5. November 2002 geschlachtet. Die entnommenen Organproben wurden sowohl von der Anstalt in Innsbruck als auch von der Referenzanstalt in Mödling positiv, das heisst TBC-infiziert, beurteilt. Am Dienstag, 12. November 2002 wurden, in Absprache mit Gesundheitsminister Herbert Haupt, nochmals von allen Tieren Blut- und Milchproben gezogen und an das Referenzlabor nach Mödling geschickt.

Wie gestern, am Mittwoch, 13. November 2002 bekannt wurde, hat Amtstierarzt Norbert Greber bei seiner Bestandsuntersuchung am 25. Oktober 2002 ein zwar ordnungsgemäß gelagertes, aber seit drei Jahren abgelaufenes Diagnostikum verwendet. Dadurch kann das negative Ergebnis vom 25. Oktober 2002 nicht sicher bestätigt werden.

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