Neufassung der OTS-Meldung 0165: AK-Erfolg für Kreditkunden: Banken zahlen 806.000 Euro zurück

Klagenfurt (OTS)- "Die Arbeiterkammer Kärnten hat sich kostenlos und sehr erfolgreich für geschädigte Kreditkunden eingesetzt", betont die Leiterin der AK-Konsumentenberatung, Dr. Josefine Traunik. Die AK Kärnten hat durch ihr Einschreiten in Kärnten erreicht, dass die Banken bisher über 806.000 Euro an zuviel kassierten Zinsen zurück gezahlt haben.
Traunik weist die heute erhobenen Vorwürfe von Justizminister Dieter Böhmdorfer entschieden zurück, wonach die AK in dieser Sache zwar "gratis, aber schlecht arbeiten" würde. "Das Gegenteil ist der Fall", betont Traunik. Seit dem Frühjahr 2000 haben in Kärnten 945 Kreditkunden die kostenlose Hilfe der AK-Konsumentenberatung in Anspruch genommen. "802 Verträge haben wir bereits nachkontrolliert und berechnet. 461 Fälle sind abgeschlossen. Im Wege außergerichtlicher Einigungen haben die Banken bisher 806.305 Euro zurück erstattet", verweist Traunik auf das erfolgreiche Einschreiten der AK. "Eine Rückzahlung von durchschnittlich 82 Prozent ist sicherlich nicht gering", betont Traunik. In 52 Fällen hat die AK Kärnten Klage gegen die BAWAG eingebracht. In 57 weiteren Fällen sind Klagen gegen die Bank für Kärnten und Steiermark in Vorbereitung. Böhmdorfers Verein für Abrechnungskontrolle hat in Kärnten nach eigenen Angaben seit Mai 2002 von 138 Kreditfällen hingegen erst 13 berechnet. Die AK verzeichnet bundesweit 19.991 eingelangte Fälle, der Verein für Abrechnungskontrolle lediglich 1.090, davon 60 Prozent Gewerbetreibende. Traunik betont, dass der Verein für Abrechnungskontrolle einen Mitgliedsbeitrag von 181,68 Euro verlangt und dann auf den Rechtsweg verweist.
Die AK berechnet die Kreditverträge hingegen kostenlos nach - und zwar für alle Konsumenten, egal ob sie AK-Mitglied sind oder nicht. Gewerbe- und Landwirtschaftskredite werden nicht berechnet, weil dafür die Interessenvertretung der Bauern und Gewerbetreibenden zuständig ist. Seit dem Frühjahr 2000 bietet die AK die kostenlose Überprüfung von Kreditverträgen an, die vor dem 1. März 1997 abgeschlossen wurden. Anlass war die von Konsumentenschützern der AK aufgedeckte Praxis der Banken, steigende Kreditzinsen den Kunden sofort weiter zu verrechnen, nicht aber sinkende Kreditzinsen. Mittlerweile verpflichtet die Zinsklausel die Banken, Zinsanpassungen automatisch vorzunehmen.

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