VP-Maier fordert Machbarkeitsstudie über 2. Stock für die A 23

Wien (14.11.2002)- Mit einem ungewöhnlichen Vorschlag zur Beendigung der Stauhölle auf der Süd-Ost-Tangente lässt heute der Spitzenkandidat der ÖVP-Wien für den 21. und 22. Bezirk, Dr. Ferry Maier, aufhorchen: "Die Tangente muss entstaut werden. Eine Überbauung dieses österreichweit am meisten frequentierten Autobahnteilstücks muss jetzt einmal ernsthaft geprüft und überlegt werden", verlangt Maier und fügt hinzu, "dass Experten ein solches Projekt als technisch anspruchsvoll, aber keineswegs unlösbar ansehen." ****

Über die Süd-Ost-Tangente donnern schon jetzt täglich bis zu 200.000 Autos, inklusive Transit und Schwerverkehr. Allein von 1995 bis heute stieg die Frequenz um rund 30.000 Autos pro Tag. Im Jahr 1985 waren es noch 65.000 Autos pro Tag, die die Tangente passierten. Eine Entwicklung, die laut Maier dazu führe, dass in wenigen Jahren nur noch eine "Stopp-and-go"-Verkehr auf diesem Autobahnstück möglich sein werde.

Fly-over für den Transit

"Es ist daher dringend notwendig, hier ein städtebaulich mutiges und verkehrstechnisch effizientes Projekt anzudenken. Die Überdachung der Tangente wäre so eines und würde mit einem Schlag zur Verdoppelung der Kapazitäten führen", erläutert Maier. Dabei wäre der 2. Stock ausschließlich für den Transitverkehr gedacht; wie eine Art "Fly-over" zwischen der SCS und Kagran. Das heißt, dazwischen wären keine Zu- und Auffahrten erforderlich. Beim Laaer-Bergtunnel wiederum wäre eine Untertunnelung möglich.

Eine Stunde Stau "kostet" 600.000 Euro

Jede Stunde, die tausende Autofahrer täglich im Stau stecken, sei ein enormer volkswirtschaftlicher Schaden. Berechnungen gingen davon aus, dass eine einzige Staustunde rund 600.000 Euro (8 Millionen ATS) "kostet". Ein 2. Stock für die Tangente hätte weiters den Vorteil, dass sie auch zeitlich früher fertiggestellt werden könnte, als die geplante Süd-Umfahrung Wiens.

"Es gibt also viele Gründe, die für ein solches Projekt sprechen. Deshalb sollte jetzt rasch eine entsprechende Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden". Unter Machbarkeitsstudie ist aber nicht gemeint, so Ferry Maier, dass die SP-Rathausmehrheit reflexartig mit Äußerungen kommt, wonach ein derartiges Projekt "nicht machbar" sei. (Schluss)

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