Glawischnig: Österreich braucht jetzt starke Politik für Frauen!

Stellungnahme der Grünen zu den Forderungen des UFF

OTS (Wien) - Erfreut nimmt heute Eva Glawischnig, die stv. Bundessprecherin der Grünen, zu den öffentlich gestellten Forderungen des Unabhängigen Frauenforums (UFF) Stellung, denn
"Österreich braucht jetzt starke Politik für Frauen", so Glawischnig.

1.) Bei den Grünen stellen Frauen seit jeher mindestens die Hälfte der NR-Abgeordneten. Das war, ist und bleibt für uns eine Selbstverständlichkeit. Einen Teil der Parteienfinanzierung aller im Parlament vertretenen Fraktionen und anderer gesetzgebender Körperschaften soll unseren Vorstellungen nach an einen mindestens 50%igen Frauenanteil gebunden werden. Die Geschlechterparität gilt für die Grünen in jeder Konstellation, egal ob Opposition oder Regierung.

2.) Wir fordern ein starkes Frauenministerium, das kompetent- und ressourcenmässig anderen Ministerien gleichgestellt werden muss. Nur so kann nachhaltige und effektive Frauenpolitik betrieben werden. Aufgaben für ein künftiges Frauenministerium wären beispielsweise die Sicherstellung von Geschlechtergerechtigkeit bei allen politischen Maßnahmen, die Einbindung und Absicherung von Frauenorganisationen und Maßnahmen, die die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern verringern.

3.) Wir wollen das Frauenvolksbegehren in allen Punkten umsetzen Leider haben seit 1987 sowohl die rot-schwarze als auch die blau-schwarze Regierung kläglich versagt, trotz anderslautender Lippenbekenntnisse.

4.) Die Frauen- und Mädchenberatungsstellen tragen mit ihrer wertvollen Arbeit wesentlich dazu bei, das in der österreichischen Verfassung verankerte Ziel der Gleichstellung der Geschlechter umzusetzen. Dabei werden sie von der Politik leider keineswegs ausreichend unterstützt, sondern - im Gegenteil - eher gefährdet. Es existiert immer noch kein Gesetzt zur Finanzierung der Frauen- und Mädchenorganisationen. Wir fordern ein Fördergesetz als Grundlage für den Abschluss mehrjähriger Förderverträge, damit die Basisabsicherung für Organisationen und Beratungsstellen langfristig gewährleistet wird.

5.) Unsere Forderung lautet: Mindestens 50 Prozent Frauen in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien, Kultur und Sport... - in allen Bereichen der Gesellschaft! In Österreich ist die Präsenz von Frauen in Spitzenpositionen beschämend. Eine zukunftsorientierte Gesellschaft kann es sich nicht leisten, 52 Prozent der Menschen zu diskriminieren und diese in ihrer Produktivität und Kreativität einzuschränken. Daher müssen gerade jene, z.B. wissenschaftlichen und kulturellen Einrichtungen, die sich der Förderung von Frauen widmen, gezielt unterstützt werden. Du die Universitätsreform ist so durchzuführen, dass die Stärkung der Arbeitskreise für Gleichbehandlung und die Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses oberste Priorität haben.

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