Die Österreicher haben gewählt und der Auftrag lautet: Mehr Musik, Film, Kunst und Kultur aus Österreich ins ORF-Programm

Audiofiles mit Aussagen der Beteiligten für die heutige Pressekonferenz in Presseclub Concordia:

Wien (OTS) - Univ.-Prof. Dr. Fritz Karmasin, Österreichisches Gallup-Institut, nimmt zur Umfrage Stellung:

"Die Österreicher sind grundsätzlich einmal mit dem ORF-Angebot zufrieden. Sie haben sich sicher beim Radio noch deutlicher dazu geäußert, aber auch beim Fernsehen ist man grundsätzlich einmal mit dem Angebot zufrieden. Nur: Es gibt eine Reihe von zusätzlichen Wünschen: Zu diesen zusätzlichen Wünschen kommt der Österreich-Bezug. Man will sowohl beim Fernsehen als auch beim Radio mehr Österreich-originale Beiträge, Produktionen aus Österreich, Österreichische Musik und österreichische Filme."

Peter Paul Skrepek, Mitglied des ORF-Publikumsrates, Präsident der Musikergilde und Vorsitzender der Gewerkschaft Kunst, Medien und Freie Berufe sowie Präsident der Plattform "Österreichische Note", erläutert aus seiner Sicht, was man unter "typisch österreichisch" in der Musik verstehen kann:

"Das typisch Österreichische in der Musik zum Beispiel ist die Miteinbeziehung aller internationalen Einflüsse, die wir haben - und daraus etwas Neues, etwas Bodenständiges zu machen, was alle anspricht."

Und was Kulturberichterstattung unter diesen Vorzeichen beinhalten muss:

"Wir wünschen uns ein stärker von österreichischen Inhalten geprägtes Programm. Wir wünschen uns eine Berichterstattung über den gesamten Bereich der Kultur, also nicht nur über die Hochkultur oder Experimentalkultur, sondern über alle Bereiche, die Kultur beinhaltet. Und zu den neu angekündigten Kulturuniversen, di vom neuen Programmdirektor propagiert werden, da befürchte ich, dass es um Themen gehen wird wie "Schriftsteller in der Tiefsee", "Das Brunftverhalten junger Philharmoniker" oder "Weiße Elefanten im Salzburger Flachgau". Das sind Themenbereiche, über die wir uns nicht wirklich informieren müssen. Da wissen wir. Schon selbst Bescheid. Also wenn Kultur, dann originäre Inhalte und kein Nachgeben den Tendenzen, dass man österreichischen Inhalte auf dem Scheiterhaufen der internationalen Globalisierung opfert."

Dr. Veit Heiduschka, Filmproduzent und stv. Obmann des Fachverbandes der Audiovisions- und Filmindustrie, weist auf die Einnahmequellen durch Österreichs Erfolg mit TV-Serien im Ausland hin:

"Österreich hat einen Namen. Das glaube ich schon. Und zwar deshalb, weil die in Deutschland erfolgreichsten Serien derzeit in Österreich produziert werden. Das ist Schlosshotel Orth, Julia, Kommissar Rex - das sind in Deutschland sehr erfolgreiche Serien."

Dr. Paul Hertel, Komponist, Vorstandsmitglied der AKM und Mitglied im Kuratorium des Österreichischen Musikrates, erklärt die Vorteile eines finanziell besser ausgestatteten ORF:

"Eine bessere finanzielle Ausstattung des ORF hat natürlich mehrere Vorteile: Ganz klar ist mehr Geld vorhanden für mehr Filmproduktionen, Fernsehspielproduktionen - und es sollte auch mehr Geld da sein, um auch wieder Eigenproduktionen machen zu können. Z.B. mit dem ORF-Symphonieorchester. Was kein Geld kostet für den ORF ist, wenn der Anteil österreichischer Musik erhöht wird."

Prof. Mag. Kurt Brazda, Vorstandsmitglied im Verband der Österreichischen Filmschaffenden und Vorsitzender des Verbandes Österreichischer Kameraleute, stellt an einem Beispiel dar, wie weit Einsparungspläne beim ORF gehen:

"Es gibt jetzt den Wunsch des ORF Einmann-Teams zu installieren, das bedeutet, dass eine Person vier Funktionen ausfällt. Kameramann, Assistent, Lichtmeister und Tonmeister - und Autofahren muss er auch dazu. Jetzt können Sie sich vorstellen, wie das Endergebnis ausschauen kann. Das geht schon mal physisch nicht, dass der Qualität liefert. Was die Filmwirtschaft betrifft, haben die filmwirtschaftlichen Unternehmen, die diese Teams stellen, das Problem , dass sie die Tonmeister und Assistenten, die sie bisher beschäftigt haben, nicht mehr weiter beschäftigen können."

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