Walch: Neuer rot-schwarzer Skandal bei der Post

220.000 Schilling Tagesgage für Beraterhonorare

Wien, 2002-11-14 (fpd) - Einen weiteren Skandal bei der Post AG zeigte heute der FPÖ-Bundesobmannstellvertreter und freiheitliche Arbeitnehmervertreter LAbg. Max Walch auf. "Für Beratungsfirmen werden jährlich rund 26 Millionen Euro oder 350 Millionen Schilling im wahrsten Sinne des Wortes beim Fenster hinausgeschmissen", rechnete Walch vor, daß diese Summe den Kosten von 1.000 Arbeitsplätzen entspricht. "Zu horrenden Gagen geben sich Beratungsfirmen bei der Post AG die Türklinken in die Hand." ****

Konkret geht es um die Spartenorganisation. Der Vorstand der Post AG beauftragte eine Schweizer Beratungsfirma, "die Gestaltung des wirksamen Funktionierens des Vorstandes" festzulegen. Für den FP-Vizeparteiobmann ist dies "ein Armutszeugnis der besonderen Art. Immerhin ist der Vorstand bereits seit drei Jahren im Amt." Innerhalb von wenigen Wochen wurde das genehmigte Budget von 10 Millionen Schilling oder rund 727.000 Euro verbraucht und gleichzeitig um 30 Prozent überschritten. "Diese Mißwirtschaft und Kostenüberschreitung wird vom Aufsichtsrat gedeckt", kritisierte Walch.

Für 70 Tage Projektbüro wurden mehr als 600.000 Schilling (43.603,70 Euro) veranschlagt. "Ein Berater kassierte pro Tag unvorstellbare 200.000 Schilling(14.534,60 Euro) plus 12 Prozent Spesen. Ein "kleines" Beraterhonorar kostet 41.000 Schilling (2979,60 Euro) pro Tag bzw. rund 1 Million Schilling pro Monat", nannte Walch konkrete Zahlen.

"Diese Geldvernichtung muß ein rasches Ende haben und verlangt nach Konsequenzen. Die ÖIAG darf diese Mißstände nicht länger dulden", forderte Walch abschließend. (Schluß)

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