Pröll: Bauern lassen sich von den Grünen nicht auseinanderdividieren

Pirklhuber hat Bauernbund-Vorbehalte gegen EU-Agrarreform nicht verstanden

Wien (AIZ) - "Durch die immer und immer wiederholten falschen Behauptungen der Grünen zu Fragen der Landwirtschaft werden diese nicht um einen Deut richtiger. Das europäische Agrarsystem hat sich in der nationalen Umsetzung hervorragend bewährt und bringt den heimischen Bauern Verlässlichkeit und Stabilität. Die Motivation jedes Bauern, weiterhin in der Landwirtschaft seinen Lebensunterhalt zu verdienen und Verantwortung für gesunde Lebensmittel und eine lebenswerte Umwelt zu übernehmen, ist die beste Arbeitsplatzgarantie im ländlichen Raum überhaupt. Die Versuche der Grünen, Großbauern gegen Kleinbauern, Viehhalter gegen Ackerbauern und Bergbauern gegen Talbauern auszuspielen, entzweien die Bauern und sind nicht unbedingt zielführend", stellt Josef Pröll, Direktor des Österreichischen Bauernbundes, zu heute in einer Pressekonferenz getätigten Aussagen des Grünen-Abgeordneten Wolfgang Pirklhuber fest.

"Die österreichische Agrarpolitik hat die Stärkung von funktionierenden kleinbäuerlichen Strukturen immer als zentrales Anliegen gesehen. Vergleicht man die internationalen Statistiken, so ist klar erkennbar, dass in Österreich viel - vor allem für kleine und mittlere Betriebe - geleistet wurde. Die von Pirklhuber vorgebrachten Angriffe bezüglich einer verfehlten Agrarpolitik gehen daher völlig ins Leere. Vom Österreichischen Bauernbund wird nicht Klein gegen Groß ausgespielt, sondern es werden im Gegenteil alle unsere Bauern und Produktionssparten integriert", betonte Pröll.

"Gemeinsam mit Bundesminister Molterer hat der Bauernbund sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene immer professionelle und effiziente Arbeit für Österreichs Bauern geleistet. Was passiert, wenn von Menschen Agrarpolitik betrieben wird, die von der Materie keine Ahnung haben und nur vom Schreibtisch aus agieren, wird in erschreckender Art und Weise von Rot-Grün in Deutschland vorgelebt. Nach vier Jahren der grünen Ministerin Künast muss folgende Bilanz gezogen werden: demotivierte Landwirte, Rückgang der Investitionen und höchste Steuerbelastungen für die Bauern. Das sind leider die Fakten", warnte Pröll.

Der Österreichische Bauernbund habe gegenüber den Midterm-Review-Vorschlägen aus Brüssel bereits sehr früh seine Ablehnung klar gemacht. "Wie nun die Beschlüsse im Rat von Brüssel zeigen, haben die Regierungschefs erkannt, dass eine weitgehende Reform überflüssig ist. Die österreichischen Bauernvertreter sind damit in ihrer Kritik richtig gelegen. Herr Pirklhuber sollte sich mit den Entwicklungen in Brüssel näher auseinandersetzen. Ihm dürften wohl die wichtigen Beschlüsse der letzten Tage und Wochen völlig entgangen sein", erklärte der Bauernbunddirektor.
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