KUKACKA: LINZER UNI BEI HÖRERN IM AUFWÄRTSTREND - KASSANDRARUFE WEGEN STUDIENBEITRÄGEN HABEN SICH NICHT BEWAHRHEITET!

Mehr Studenten erhalten höhere Stipendien

Wien, 12. November 2002 (ÖVP-PK) Offensichtlich keine negativen Auswirkungen auf die Anzahl der Studenten der Universität Linz haben die vielkritisierten Studienbeiträge, denn gegenüber dem Wintersemester 2001/2002 ist es zu einer Steigerung der Inskriptionszahlen von über elf Prozent gekommen, stellte heute, Dienstag, der Linzer ÖVP-Abg. Mag. Helmut Kukacka fest.****

Dieser eindeutige Aufwärtstrend steht auch in klarem Widerspruch zu der vor kurzem veröffentlichten Studie der OÖ. Arbeiterkammer. Der im Vorjahr erkennbare Rückgang der Inskribenten im Wintersemester 2001 war darin begründet, dass jene, die ohnedies nicht die Absicht gehabt hätten ihr Studium zu beenden oder die Scheininskribenten waren, um verschiedene soziale Vergünstigungen zu erreichen, wegen der Studiengebühren das Studium vorzeitig abgebrochen hätten. Tatsache ist auch, dass durch die Studiengebühren mehr Platz an den Universitäten geschaffen wurde, und eine vernünftige Bereinigung des Studienmarktes erreicht würde. Schnelleres Studium, kein Vertrödeln von Zeit und Ressourcen sind wesentliche Vorteile der Studiengebühr, stellte Kukacka fest.

Immerhin komme der Großteil des 363 Euro (5.000 Schilling)-Studienbeitrages der Universität für Investitionen im Studentenservice, Hörsäle und Laboreinrichtungen zugute. 2001 waren dies bei der Johannes Kepler Universität 34 Millionen Schilling oder 6,8 Prozent des österreichweit zu verteilenden Kuchens. 2002 werden es rund 100 Millionen Schilling oder 9,6 Prozent sein. Die Johannes Kepler Universität hat also von dieser Umverteilung stark profitiert, und mittelfristig werden dies auch die Studenten noch deutlicher spüren. Eine effiziente Universität mit Studenten, die bereit sind, innerhalb möglichst kurzer Zeit ihr Studienziel zu erreichen, muss jedenfalls auch in Zukunft das Ziel der österreichischen Universitätspolitik sein, erklärte Kukacka. Er verwies auch darauf, dass die Zahl der Stipendien deutlich angestiegen sei und heute höhere Stipendien mehr Studenten zur Verfügung stünden.

33.401 Studierende haben aufgrund der Anträge im Wintersemester 2001/2002 österreichweit eine Studienbeihilfe bekommen. Durch die Ausweitung der Förderungsmittel um 32,7 Millionen Euro auf insgesamt 145 Millionen Euro könnte sogar jeder vierte Studierende eine Förderung bekommen. Gegenüber dem vorangegangenen Studienjahr stieg die Zahl der zuerkannten Stipendien im Studienjahr 2001/01 um mehr als 21 Prozent und die durchschnittliche jährliche Studienförderung um 203 Euro auf 3.922 Euro. Der Anteil der Beihilfenbezieherinnen und -bezieher an den Universitäten und Fachhochschulen gegenüber dem Wintersemester 2000/2001 stieg von 13,8 auf 20,3 Prozent, rechnete Kukacka vor. "Die umfassende Ausweitung der Förderungen und das Angebot der gestützten Studiendarlehen sorgen dafür, dass niemand aus finanziellen Gründen nicht studieren kann", erklärte Kukacka.

Die Entwicklung der Hörerzahlen an der Universität Linz hat jedenfalls eine positive Entwicklung genommen und gezeigt, dass mit den Studienbeiträgen weder katastrophale Folgen für die Studenten, noch für die Universität verbunden waren, sondern diese überzogene Kritik nur dazu gedient hat, politisches Kleingeld in Wahlzeiten zu wechseln. Die Tatsachen sprechen aber eine andere Sprache, schloss Kukacka.
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