KUKACKA: BANKSTUDIE: SUMMERAUERBAHN EINZIG INTERESSANTES SCHIENEN-PROJEKT, DAS FÜR P.P.P.-MODELLE GEEIGNET IST

Wien, 12. November 2002 (ÖVP-PK) ÖVP-Verkehrssprecher Abg. Mag. Helmut Kukacka begrüßt das Bekenntnis der oberösterreichischen Sozialpartner und der Länder Oberösterreich und Steiermark zum raschen Ausbau des Nord-Süd-Schienen-Korridors (Summerauer-Phyrnbahn). Der Bahnverbindung Berlin -Prag - Budweis - Linz - Graz -Salzburg kommt gerade für den Industriestandort Linz große Bedeutung für den Gütertransport zu. Derzeit werden pro Jahr rund vier Millionen Tonnen über den Grenzbahnhof Summerau transportiert. Bis 2015 ist mit einem Anstieg auf rund fünf Tonnen zu rechnen, wobei in Zukunft eine Verschiebung der Transportlogistik zu erwarten ist, von derzeit vorwiegend Rohstoffen zum Transport von hochwertigen Gütern, stellte Kukacka heute, Dienstag, fest. ****

Er werde sich auch massiv bei den zuständigen Stellen einsetzen, dass die von der SCHIG in Auftrag gegebene Studie für die Effizienzsteigerung der bestehenden Strecke umgesetzt werde, kündigte Kukacka an. Die Studie von Basler & Partner schlägt vor, 76 Millionen Euro zu investieren, wobei rund 53 Millionen Euro davon auf den oberösterreichischen Teil der Summerauerstrecke insbesondere durch den Ausbau der Bahnhöfe Lungitz, Gaisbach, Wartberg, Kefermarkt, Freistadt und Summerau entfallen würden.

Kukacka wird jedenfalls auch dafür eintreten, dass eine entsprechende Vorfinanzierung der ab 2004 und bis 2021 im Generalverkehrsplan vorgesehenen Ausbau-Maßnahmen bei der Summerauer-und der Phyrnbahn möglich und diese auch vorgezogen wird. Er verweise darauf, dass es durchaus private Interessenten gibt, die bei der Vorfinanzierung von Verkehrsbauvorhaben mitwirken wollen. Die australische Macquarie Bank, die in Österreich bereits bei Cross-Border-Leasing-Transaktionen in Erscheinung getreten ist, habe erst kürzlich eine Studie über die Tauglichkeit von Mischfinanzierungen für im Generalverkehrsplan angeführte Verkehrsprojekte durchgeführt, wobei als einzig interessantes Schienenprojekt die Summerauerbahn in Oberösterreich identifiziert wurde, da sie vor allem als Güterverkehrsexpress-Verbindung von der Ostsee über die Phyrnachse bis zur Adria ausgebaut werden könne.

Es gehe nun darum, dass die Schieneninfrastruktur-FinanzierungsgesmbH, die für die Finanzierung der österreichischen Schieneninfrastruktur verantwortlich sei, eine Vorziehung dieses Projektes beschließe, mit möglichen PPP-Partnern (private public partnership) die Übernahme und Realisierung einer privaten Mischfinanzierung vorschlage und mit den beiden zuständigen Ministerien (Finanz- und Verkehrsministerium) abkläre. Er werde jedenfalls alles tun, dass damit eine Vorziehung und rasche Umsetzung dieses Projektes möglich werde und auch der Generalverkehrsplan diesbezüglich modifiziert werde, schloss Kukacka.
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