Trotz Regierungsboykott erfolgreiche Lohnverhandlungen der GdG

Bezüge der Wiener Gemeindebediensteten steigen 2003 um 2,1 Prozent - Mindestbetrag 30 Euro - Zulagen und Nebengebühren ebenfalls erhöht

Wien (GdG/ÖGB). Zufrieden über einen "erfolgreichen Abschluss in schwierigen Zeiten" zeigte sich Dienstag der Vorsitzende der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG), Rudolf Hundstorfer. Nach Verhandlungen zwischen der GdG und dem Bundesland Wien steht fest:
Mit Wirksamkeit vom 1. Jänner 2003 werden die Bezüge der Wiener Gemeindebediensteten im kommenden Jahr um 2,1 Prozent - mindestens aber um 30 Euro - steigen. Zulagen und Nebengebühren werden ebenfalls um 2,1Prozent erhöht. Ausgenommen sind die eingefrorenen EDV-Nebengebühren. Die Vereinbarung hat eine Laufzeit von 12 Monaten.++++

Hintergrund der erfolgreichen Verhandlungen zwischen GdG und Stadt Wien: Seit dem Jahr 2001 verweigert die Bundesregierung gemeinsame Besoldungsverhandlungen für Beschäftigte aller Gebietskörperschaften. Die Vereinbarung, gemeinsame Verhandlungen zu führen, wurde von der Bundesregierung einseitig gebrochen. Die von allen Landeshauptleuten, Vertretern des Städtebundes und des Gemeindebundes beschlossene Forderung, gemeinsame Verhandlungen zu führen, wurde von der Bundesregierung ignoriert. Die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten musste daher mit allen Bundesländern gesonderte Verhandlungen führen.

Für die Wiener Gemeindebediensteten ist das Ergebnis besonders positiv, da die jetzige Bezügeerhöhung auf die Erhöhung 2002 in der Höhe von 2,0 Prozent aufsetzt. Im Vergleich waren die Bezüge der Bundesbediensteten 2002 um gerade 0,8 Prozent erhöht worden - mit einem vagen Versprechen von möglichen Nachverhandlungen.

ÖGB, 12. November 2002 Nr. 873

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