SP-Muttonen: ÖVP war auch bei Kunstsponsoring untätig

Nicht umgesetzte Forderungen des Regierungsübereinkommens werden neu aufgewärmt

Wien (SK) Drei Fragen zur Absetzbarkeit von Kunstsponsoring richtete Dienstag SPÖ-Kultursprecherin Christine Muttonen an Kunststaatssekretär Morak. "Wie einem Inserat im Kulturteil der heutigen Presse zu entnehmen ist, will die ÖVP bessere Voraussetzungen für Investitionen in Kunst und Kultur schaffen. Für mich drängen sich dazu folgende drei Fragen auf: Warum hat die ÖVP bzw. Kunststaatssekretär Morak nicht bereits die vergangenen 33 Monate genutzt, um konkrete Konzepte zum Thema steuerliche Berücksichtigung von Investitionen in Kunst und Kultur vorzulegen und auch konkrete Initiativen umzusetzen? Wie will die ÖVP bzw. Kunststaatssekretär Morak ihr Konzept für neue Wege im Kunstsponsoring finanzieren? Und drittens: Warum wählt die ÖVP den Weg einer bezahlten Anzeige im Kulturteil der Presse, um ihr bisheriges Versagen im Bereich steuerliche Absetzbarkeit von Kunstsponsoring und Kunstankäufen auch noch öffentlich zu dokumentieren?" ****

Grundsätzliche Übereinstimmung sieht die SPÖ-Kultursprecherin zwar in der Frage, dass zusätzliche Anreize zur Kunstförderung gesetzt werden müssen: "Privatem Förderungsengagement im Kunst- und Kulturbereich kommt - zusätzlich zur staatlichen Finanzierung - ein wesentlicher Stellenwert zu". Wesentliche Unterschiede ortet Muttonen allerdings beim grundsätzlichen Zugang zur Kunstförderung: die ÖVP wolle einen Rückzug der staatlichen Finanzierung von Kunst und Kultur und ein Auffüllen der dadurch entstehenden Finanzierungslücken durch private Mittel und habe dies in den letzten 33 Monaten ihrer Regierungstätigkeit auch praktiziert.

Diesen Vorstellungen könne sich die SPÖ nicht anschließen: "Für die SPÖ darf sich die Politik nicht aus der Kultur und Kunst verabschieden. Dies stellt gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein fragwürdiges Konzept dar. Im Anspruch, dass private Sponsoren eine tragende Rolle in der Kulturförderung spielen sollen, sehe ich die Gefahr, dass innovative Kunst, die abseits des Marktes und des 'Mainstream' produziert wird, dann nicht mehr gefördert wird," erklärte Muttonen abschließend. (Schluss) ns/mm

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