Kuntzl kritisiert bevorstehendes Aus für Radio ROI

Bedauernde Worte der Außenministerin absolut ungenügend

Wien (SK) "Es ist beschämend, dass ernsthafte Überlegungen angestellt werden, Radio Österreich International (ROI) aufgrund von Sparmaßnahmen einzustellen. Österreich verliert damit eine wichtige Stimme in der Welt", kritisierte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl das bevorstehende Ende von ROI. Falls ROI eingestellt werde, wäre Österreich der einzige Staat der Welt ohne Auslandsdienst. "Das ist für einen der reichsten Länder der Welt sehr beschämend", so Kuntzl. ****

Die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin wies darauf hin, dass bis zum Antritt der schwarz-blauen Regierung der Bund für die Kosten des Auslandsdienstes aufkam. Nach Budgetkürzungen in den vergangenen Jahren habe sich die Regierung mit dem neuen ORF-Gesetz von ihrer Verantwortung für ROI verabschiedet. "Die schwarz-blaue Regierung findet es nicht notwendig, sich ein akustisches Fenster in der Welt zu leisten. In Zeiten wie diesen, in denen der Ruf Österreichs in der Welt wieder hergestellt werden muss, ist der Betrieb eines Radios wie ROI unverzichtbar."

Als absolut ungenügend bewertete Kuntzl die Worte des Bedauerns von Außenministerin Ferrero-Waldner. "Die Schließung von ROI als reine Management-Entscheidung des ORF hinzustellen, nachdem man dem Unternehmen den Geldhahn zugedreht hat, ist wohl als zynisch zu bezeichnen", so Kuntzl.

Die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin appellierte daher an die Außenministerin und an den Wirtschaftsminister sich für das Radio Österreich International stark zu machen und alles zu unternehmen, um dieser Stimme Österreichs in der Welt das Überleben zu sichern. (Schluss) ns

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