SJÖ: Erhöhung des Verpflegungsgeldes für Zivildiener ist positives Signal

Kollross: Bund stiehlt sich aus der Verantwortung

Wien (SK) Laut einem Beschluss der Magistratsabteilungen und des Krankenanstaltenverbundes wird das Verpflegungsgeld für Zivildiener auf 11,50 Euro angehoben. Der Beschluss gilt seit 1.11.2002 und betrifft rund 300 Zivildienstleistende in Wien. Für die Sozialistische Jugend Österreich hat diese Anhebung Vorbildwirkung. "Wenn der Bund sich aus der Verantwortung stiehlt, müssen eben die Länder etwas unternehmen. Es ist ein Skandal, dass der Staat junge Menschen zwangsverpflichtet, und das Innenministerium sie dann verhungern lässt", so Andreas Kollross, Vorsitzender der SJÖ. ****

Kollross sieht in der Initiative der Stadt Wien ein positives Signal gegen die unhaltbaren Zustände im Zivildienstbereich. Allerdings ändere das nichts an der nicht wahrgenommenen Verantwortung des Innenministeriums unter Strasser. "Strassers Sparkurs geht in altgewohnter Manier auf Kosten der sozial Schwachen. Zivildiener arbeiten für den Staat und sind Träger der sozialen Infrastruktur. Somit hat das Innenministerium dafür zu sorgen, dass die Zivildiener ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Was Strasser als erfolgreiche Sparmaßnahmen bezeichnet, sind in Wahrheit soziale Tragödien. Am 24. November steht auch zur Wahl, ob es einen menschengerechten Zivildienst geben wird oder nicht", so Kollross. (Schluss) se/mp/mm

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