Morak eröffnet 55. Österreichische Buchwoche

Hilscher: Morak Mitstreiter für unsere Anliegen

Wien (OTS) - "Ilse Aichinger ist eine Autorin, die bewiesen hat, dass nicht das rasch vermarktete Durchschnittsbuch, sondern die kontinuierliche Arbeit am außergewöhnlichen und eigensinnigen literarischen Werk zählt", so Kunststaatssekretär Franz Morak, gestern Abend anlässlich der Eröffnung der 55. Österreichischen Buchwoche im Wiener Rathaus.

Ilse Aichinger, der gestern Abend der "Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln" verliehen wurde, gehöre zu jenen Schriftstellerinnen, die mehr als ein halbes Jahrhundert lang ihre Bücher abseits der Firma "Zeitgeist und Trend" schreibt, die Romane, Gedichte, Hörspiele und Erzählungen veröffentlicht, "nicht weil sie einen Markt bedienen will, sondern weil sie uns etwas zu sagen hat", gratulierte Morak der Preisträgerin.

In seiner Begrüßung hob der Präsident des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels, Dr. Anton Hilscher hervor, in Staatsekretär Morak "einen Mitstreiter für unsere Anliegen" zu wissen. Hilscher betonte, dass Morak "mit Tatkraft den heimischen Buchhandel immer wieder unterstützt hat und weiter unterstützt."

Staatssekretär Morak betonte in seiner Rede, dass der Politik für die Buchbranche, der gerade im deutschsprachigen Raum reges Interesse entgegengebracht wird, die Aufgabe zukomme, "das freie Spiel der wirtschaftlichen Kräfte zu strukturieren und zu ordnen, um sicherzustellen, dass auch künftig Qualitätsprogramme eine faire Chance haben, im Wettbewerb der global agierenden Buchproduzenten zu bestehen."

Morak nannte in diesem Zusammenhang die bisher gesetzten Maßnahmen, wie die österreichische Buchpreisbindung, nach deren Modell nun auch in Deutschland eine gesetzliche Regelung verabschiedet wurde, oder auch die Verlagsförderung, "die maßgeblich dazu beiträgt, dass das sogenannte Qualitätssegment im Literatur- und Sachbuchbereich konkurrenzfähig bleibt". Auch die verstärkte Präsenz auf der Leipziger Buchmesse habe gezeigt, dass man auf einer Buchmesse nicht nur wichtige Kontakte mit anderen Verlagen und Einkäufern knüpfen, sondern auch ein literarisch interessiertes Publikum mit anspruchsvoller Literatur erreichen und begeistern kann.

Abschließend hielt Morak fest, dass man von der Politik die Weiterführung der bewährte Förderungsmaßnahmen und die Entwicklung neuer Initiativen mit den Interessenvertretern erwarten könne, "um unser gemeinsames Ziel zu verfolgen: der österreichischen Literatur eine breite Öffentlichkeit zu verschaffen und für die Bücher unserer Verlage einen Markt zu erobern. Die Autoren und Verlage, die mit ihren Büchern für literarische Qualität, Individualität und Vielfalt stehen, werden auch in Zukunft mit dem Engagement meines Ressorts rechnen können."

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