Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit in NÖ: Bereits 800 Jugendliche in Maßnahme des AMS integriert

Wien (OTS) Das im Rahmen des Konjunkturpaketes beschlossene Jugendqualifizie-rungsprogramm und die Lehrgänge im Rahmen des Jugendausbildungssicherungsgesetzes (JASG) für Niederösterreich bieten Platz für insgesamt 2.142 arbeit- und ausbildungsplatzsuchende Jugendliche. "Ende September haben wir dieses Programm gemeinsam mit Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop der Öffentlichkeit präsen-tiert. Seit Mitte Oktober vermitteln unsere BeraterInnen die Jugendliche in die einzelnen Maßnahmen. 800 niederösterreichische Jugendliche nehmen bereits an ei-nem Kurs bzw. an einem Lehrgang teil oder haben ein vom AMS NÖ gefördertes Dienstverhältnis oder Arbeitstraining bei einem Betrieb begonnen", so die erfreu-liche Zwischenbilanz des stellvertretenden Landesgeschäftsführers des AMS NÖ, Karl Fakler.

Die Gesamtkosten für das Förderpaket betragen für die Jahre 2002 bis 2004 22,5 Millionen Euro (rund 303 Millionen ATS). Darüber hinaus stehen im Rahmen des JASG noch zusätzlich 3,8 Millionen Euro (52 Millionen ATS zur Verfügung). Das mit Oktober anlaufende Jugendprogramm für Niederösterreich umfasst eine große Palette an arbeitsmarktpolitischen Instrumenten, mit deren Hilfe 1.642 Jugendliche in den Arbeitsmarkt integriert werden sollen. Weitere 500 lehrstellensuchende Jugendli-che sollen in Lehrgängen mit angeschlossenem Betriebspraktikum einen passenden Ausbildungsplatz finden.

Ein Überblick über die Maßnahmen für Jugendliche und Förderungen für Unterneh-men, die durch das AMS NÖ angeboten werden, findet sich auch unter www.ams.or.at/noe.

385 TeilnehmerInnen beim Qualifizierungspool

Bereits 385 junge NiederösterreicherInnen nehmen an den Kursen, die vom WIFI NÖ und der Erwachsenenbildungseinrichtung ibis acam im Auftrag des AMS durchgeführt werden, teil. Die Ausbildungsinhalte spiegeln den Bedarf der niederösterreichischen Wirtschaft nach gut ausgebildeten Fachkräften wider.

Insgesamt 840 Jugendliche sollen durch Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen auf ihren Berufseinstieg vorbereitet werden bzw. ihre Arbeitsmarktchancen erheblich verbessern. Für 250 davon ist eine 6 bis 10 monatige FacharbeiterInnenintensivausbildung in sogenannten "Mangelberufen" wie beispielsweise Restaurantfach-mann/frau, Koch/Köchin, DachdeckerIn, SpenglerIn, FleischverarbeiterIn und dergleichen vorgesehen. Weitere 590 Jugendliche, die zwar eine abgeschlossene Ausbildung oder einschlägige berufliche Praxis vorweisen können, bei denen aber bestimmte individuelle Defizite einer Beschäftigungsaufnahme im Wege stehen, sollen an rund 5 Monate dauernden Weiterbildungskursen mit Abschlusszertifikaten teilnehmen.

5 Jugendliche in Arbeitstrainings mit begleitender Qualifizierung

Für 650 Jugendliche sind durchschnittlich 8-monatige Betriebspraktika geplant. Mit Unterstützung des AMS werden Trainingsplätze in Betrieben akquiriert. Während des Praktikums erhält der Trainee durch das AMS einen Beitrag zur Deckung des Lebensunterhaltes und kann entsprechend der betrieblichen und persönlichen Erfordernisse in einer vom AMS und dem Land geförderten Kursmaßnahme teilnehmen. Fünf Jugendliche haben bereits ein solches Arbeitstraining begonnen.

25 Jugendliche in geförderten Dienstverhältnissen

Für 150 Jugendliche sind auf bis zu 12 Monate befristete Dienstverhältnisse beim Verein Jugend und Arbeit vorgesehen. Die TeilnehmerInnen werden an Betriebe, Gebietskörperschaften und Vereine im Sinne einer "Arbeitserprobung" überlassen und bekommen so die Chance, Berufspraxis und für den Beschäftiger unverzichtbare Kompetenzen zu erwerben. Begleitende individuell abgestimmte Qualifizierungsangebote sollen die beruflichen Einstiegschancen zusätzlich erhöhen. 25 Jugendliche haben bereits ein gefördertes Dienstverhältnis angetreten.

385 Jugendliche in JASG-Lehrgängen

Das Auffangnetz für lehrstellensuchende Jugendliche beinhaltet 10-monatige Lehrgänge, in denen die TeilnehmerInnen Kenntnisse und Fertigkeiten in einem bestimmten Lehrberuf erwerben und das erste Berufsschuljahr absolvieren. Unterstützt von einem/einer Begleiter/in wird ein entsprechender Praktikumsplatz in einem Betrieb gesucht. Wechselt der/die Jugendliche in ein "echtes" Lehrverhältnis, verkürzt die Zeit des Ausbildungslehrganges die Lehrzeit. Das niederösterreichische Auffangnetz bietet Platz für 500 Jugendliche. 385 Lehrstellensuchende haben bereits einen Lehrgang begonnen.

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