Broukal: "Forschung und Entwicklung sind unter Schwarz-Blau auf dem Altar des Nulldefizits geopfert worden"

Vier Ministerien für einen Zuständigkeitsbereich sind uneffizient

Wien (SK) Bei einem Pressgespräch zum Thema "Modern Times für Österreich" sprach SPÖ-Kandidat zum Nationalrat Josef Broukal am Montag über seine Beweggründe, sich für die SPÖ zu engagieren und seine Vorstellungen für die Zukunft. Erste Forderung: Erhöhung der Forschungs- und Entwicklungsquote. Unter Schwarz-Blau seien Forschung und Entwicklung "auf dem Altar des Nulldefizits geopfert" worden. Broukal forderte weiter eine Reduzierung der Zuständigkeiten für diesen Bereich: momentan seien vier Ministerien sowie der Rat für Forschung und Technologie für diesen Bereich zuständig. Ein solches System sei "uneffizient", denn "wenn ein Anliegen von fünf Stellen vertreten ist, passiert gar nichts". Vor allem wisse niemand, was mit den Technologiemilliarden passiere, sogar die Fondsmanager selbst forderten "seit Jahren eine Evaluierung", so Broukal. Kritik übte Broukal vor allem an der FPÖ, die etwa in Seibersdorf "grob durchgegriffen" habe: "Verdienstvolle Menschen werden geprellt, bis sie das Handtuch werfen." ****

Auch das österreichische Förderungssystem im Bereich Forschung und Entwicklung hält Broukal für verbesserungswürdig: Als vorbildlich zitierte er dabei die Niederlande, deren Fördersystem im Unterschied zu Österreich "ganz einfach" sei. Der Bereich Forschung und Entwicklung sei zwar kein "Massenthema", so Broukal weiter, doch für die SPÖ ein "sehr wichtiges Thema". Er wolle in den nächsten Jahren dafür sorgen, dass durch Forschung und Entwicklung in Österreich Produkte entstünden, die Arbeitsplätze in Österreich nachhaltig sichern Österreichs Marktfestigkeit auch im Ausland garantieren.

Zum Thema Studiengebühren sagte Broukal, Studieren sei auch ohne Studiengebühren nicht gratis und er sei keineswegs dafür, Studenten und deren Familien noch mehr zu belasten. Sein Ziel sei, dass "jeder, der schneller studieren möchte, das auch kann." (Schluss) bm

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