Ferrero-Waldner: Frauensolidarität über alle Grenzen hinweg

Europa muss bei Gleichberechtigung beispielgebend vorangehen -Österreich bei Frauenbeschäftigungsquote im vorderen Bereich

Vösendorf, 10. November 2002 (ÖVP-PD) "Wir dürfen nicht mehr zuschauen! Wir müssen, wo die Rechte der Frauen mit Füßen getreten werden, etwas unternehmen. Wir haben nicht nur das Recht, wir haben die Pflicht dazu", sagte Außenministerin Dr. Benita Ferrero-Waldner heute, Sonntag, beim ÖVP-Frauenkongress in Vösendorf. In Afghanistan zum Beispiel habe die internationale Staatengemeinschaft zu lange weggesehen. "Auf europäischer Ebene verfolgen wir das Ziel, die Beschäftigungsquote der Frauen zu erhöhen". Diese liege für Frauen europaweit bei 54,7 Prozent, jene der Männer bei 75 Prozent. Das erklärte EU-weite Ziel sei eine Beschäftigungsquote bei Frauen von 67 Prozent. "Wir in Österreich sind diesem Ziel bei einer Quote von über 60 Prozent bereits näher als die meisten anderen EU-Länder", so Ferrero-Waldner. ****

Europa müsse bei der Gleichberechtigung von Frauen beispielgebend vorangehen. In Österreich müsse noch eine Erhöhung des Anteils der weiblichen Führungskräfte erfolgen, der Einkommensunterschied zwischen Mann und Frau ausgeglichen und eine flexiblere Balance zwischen Arbeit und Beruf ermöglicht werden. Erforderlich sei auch ein flexibles Kinderbetreuungsangebot,"um es Frauen zu erleichtern, gleichzeitig berufstätig und Mütter zu sein". Zudem seien Anpassungen zugunsten der Frauen im Bereich des Zuganges zu Vermögen, Kapital und Ressourcen notwendig.

Wenn es eines Beweises bedürfe, dass eine Gesellschaft, die die Frauen ihrer Rechte beraube, scheitern und ein solches Regime zu Fall komme müsse, so hätten die Taliban in Afghanistan diesen Beweis erbracht. "Die Gleichberechtigung von Mann und Frau und ihre Umsetzung sind meines Erachtens nach einer der wichtigsten Maßstäbe, mit denen der Reifegrad einer Gesellschaft und der demokratische Standard eines Landes gemessen werden müssen", so die Außenministerin. Österreich lege daher auch im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit besonderen Wert auf die Gleichstellung von Männern und Frauen.

Die Bundesregierung habe Österreich durch die Einführung des Kindergeldes einerseits zu einem der kinderfreundlichsten Länder gemacht, andererseits auch die Wahlfreiheit und Flexibilität der Frauen und der Familien erhöht. "Wahlfreiheit und nicht ein mehr an staatlichen Regulierungen sind es, was wir nötig haben", schloss Ferrero-Waldner.

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