Sozialforum: Eine andere Welt ist möglich!

1 000 000 Menschen marschierten für den Frieden

Wien, 10.11.2002 (OTS) – Wie die VertreterInnen der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) vom Sozialforum in Florenz berichteten, verlief die gestrige Demonstration für den Frieden mit 1 000 000 TeilnehmerInnen gewaltfrei und ohne Zwischenfälle. Neben den inhaltlichen Schwerpunkten des Sozialforums Demokratie, Grund- und Menschenrechte und Neoliberalismus gelang es der ESIB (The National Unions of European Students), 500 StudentInnen und der ÖH, die Ökonomisierung der Bildung zu einem zentralen
Thema zu machen.****

Irene Zavarsky, internationales Referat der ÖH, berichtete aus Florenz von einem gemeinsam mit 500 Studierenden gefassten Beschluss, der den Start einer europaweiten Kampagne "Education not Profit" beinhaltet. "Über die Ziele herrscht Einigkeit. Wir fordern freien und offenen Hochschulzugang, Demokratisierung aller Bildungssysteme und einen Stopp des Bildungsausverkaufs und des GATS",
erklärt Zavarsky die Stossrichtung der europaweiten Kampagne. Am 13.3.2003, kurz vor Beginn der nächsten GATS-Verhandlungsrunde, wird eine Aktionstag stattfinden. Die lateinamerikanische Dachorganisation der Studierendenvertretungen (OTLAE) hat sich dem Aktionstag ebenfalls angeschlossen. "Wir stehen am Beginn einer weltweiten Bewegung, die das Verschleudern öffentlicher Dienstleistung nicht hinnehmen will. Eine andere Welt ist möglich, wenn wir die neoliberale Hegemonie brechen können", erklärt Zavarsky. Des weiteren konnte man sich auf eine Grundrechtscharta einigen, die allen SchülerInnen und StudentInnen die gleichen Rechte verschaffen soll.

Bereits am Freitag wurde von den österreichischen AktivistInnen vereinbart, im Mai 2003 ein Österreichisches Sozialforum abzuhalten. "Die Bewegung verbreitert sich im Eiltempo. Enthusiasmus, Engagement und der feste Glaube daran, dass eine soziale Globalisierung die einzige Alternative darstellt, schweißt uns alle zusammen", so Zavarsky. "Gemeinsame Ziele, die konsequent verfolgt werden, bilden eine Klammer zwischen Menschen mit verschiedensten ideologischen Ausrichtungen, politischen Einstellungen und unterschiedlichen aktivistischen Schwerpunkten. In Florenz haben wir das beispielgebend demonstriert", schließt Zavarsky.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Michaela Fabian
ÖH-Pressesprecherin
Tel.: 01/310-88-80/59 bzw. 0664/43 56 444
michaela.fabian@oeh.ac.at
http://www.oeh.ac.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NHO0001