Schüssel: Lade Karl-Heinz Grasser zur Mitarbeit als unabhängiger Finanzminister ein

Will beste Köpfe - Land braucht Profis, nicht nur Promis

Wien, 8. November 2002 (ÖVP-PD) "Ich möchte nach reiflicher Überlegung Karl-Heinz Grasser öffentlich einladen, unserem Kompetenzteam in der nächsten Legislaturperiode als unabhängiger Finanzminister anzugehören", sagte heute, Freitag, ÖVP-Bundesparteiobmann Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit ÖVP-Generalsekretärin Abg. z. NR Maria Rauch-Kallat und den Staatssekretären Dr. Alfred Finz und Franz Morak anlässlich der Österreich-Tage der ÖVP in Wien. Er wolle die besten Köpfe für sein Team - "unabhängig von Parteifarben. Das macht mich stärker und die Arbeit leichter", so Schüssel. ****

Das Land brauche in der derzeitigen schwierigen Lage "Profis, nicht nur Promis", betonte der Kanzler. Dies sei der Unterschied zu den politischen Mitbewerbern. Es sei "ein ungewöhnlicher Schritt", den die politische Neuordnung Österreichs mit sich bringe, so Schüssel. Er sei aber zuversichtlich, "dass dieses Angebot bei näherer Überlegung auf breite Zustimmung in der Bevölkerung stoßen wird. Ich brauche die besten Köpfe in meinem Team. Wer Verantwortung hat und will, muss auch Unkonventionelles zulassen", so Schüssel. Karl-Heinz Grasser habe hohe fachliche und soziale Kompetenz mit einem bemerkenswerten Einsatz für all jene, denen es nicht so gut gehe, als Finanzminister bewiesen. "Er hat bewiesen, dass er als Fachminister über Parteiengezänk steht", betonte Schüssel.

Der Bundeskanzler betonte, er habe es sehr bedauert, dass die Zusammenarbeit mit dem FPÖ-Regierungsteam durch die Knittelfelder Rebellen von innen her verunmöglicht worden sei. Er habe immer sehr gut mit dem Finanzminister zusammengearbeitet, der viele von seinen Fähigkeiten und Qualitäten überzeugt habe. In einem Gespräch Freitag früh habe er, Schüssel, Grasser das Angebot unterbreitet, dieser werde sich über das Wochenende mit seiner Familie beraten und am Montag seine Entscheidung mitteilen. Dies sei für ihn, Schüssel, "voll verständlich".

Schüssel betonte, er erwarte nicht, dass Grasser Mitglied der ÖVP werde und er gehe davon aus, dass der Finanzminister nach wie vor Mitglied der FPÖ sei. Er wolle ihm nichts nahe legen und glaube, dass Karl-Heinz Grasser "in unser Super-Team" gut passen würde. Er verstehe auch, dass Grasser die Entscheidung sicher nicht leicht fallen werde. "Ich will die Qualität der bisherigen Zusammenarbeit sichern und einen Ansatz versuchen, die Inhalte wahren", sagte der Kanzler. Für ihn sei es ein Angebot aus grundlegender politischer Überzeugung.

Trotz des Endes der Zusammenarbeit mit der FPÖ seien 75 Prozent der Bevölkerung für die Fortsetzung des Reformkurses, egal aus welcher Konstellation die Regierung bestehe. "Das ist die eigentliche politische Sensation und zeigt, dass der Reformkurs angenommen wird. Es geht nicht Showeffekte, sondern um Maßarbeit in der Sache", betonte Schüssel.

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