Karas: Österreich profitiert vom hohen Wirtschaftswachstum in Ungarn

Auch 2003 vier Prozent Wachstum prognostiziert

Brüssel/Wien, 8. November 2002 (ÖVP-PK) "Die ungarische Wirtschaft wird nach Expertenprognosen auch 2003 um rund 4 Prozent wachsen. Damit hat Ungarn bereits zum vierten Jahr in Folge ein mehr als doppelt so hohes Wachstum als der EU-Durchschnitt. Davon können auch immer mehr österreichische Unternehmen profitieren", sagte heute der österreichische Europaparlamentarier Mag. Othmar Karas anlässlich einer Aussprache mit ungarischen Parlamentsabgeordneten in Brüssel. Nach dem Erweiterungsbericht der EU-Kommission zähle Ungarn nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht zu den am Besten vorbereiteten Kandidatenländern: "Ungarn ist gesellschaftlich, politisch und wirtschaftlich bereits weitgehend in die Europäische Union integriert", sagte Karas als Mitglied des gemischt-parlamentarischen Ausschusses EU-Ungarn. ****

Die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Österreich und Ungarn sind heute durch ein hohes Maß an wirtschaftlicher Verflechtung gekennzeichnet. "Die günstige Entwicklung der ungarischen Wirtschaft sorgt damit auch für eine weitere Belebung des österreichischen Außenhandels mit Ungarn", so Karas weiter. Alleine im letzten Jahr betrugen Österreichs Exporte zu unseren Nachbarn nach Ungarn 3,3 Milliarden Euro. Die Staaten in der Mitteleuropäischen Region sind nach der EU die zweitwichtigste Exportregion Österreichs. "Neben den Aufträgen für österreichische Firmen kommen rund 30.000 Ungarn jedes Wochenende nach Österreich einkaufen. Auch der Anteil an ungarischen Touristen in Österreich wächst kontinuierlich", meinte der Europaparlamentarier. In den letzten Wintermonaten kamen um 118,1 Prozent mehr Gäste aus Ungarn als noch vor zehn Jahren. "Hätte Österreich nicht einen so regen Außenhandel, einen steigenden Austausch an Dienstleistungen und so viele Touristen aus unserem Nachbarland Ungarn, die Krise der Weltwirtschaft würde uns wesentlich stärker durchbeuteln", ist der Wirtschaftssprecher der Europäischen Volkspartei überzeugt.

Zum Stand der Beitrittsverhandlungen meinte Karas, dass die in Ungarn vertretenen multinationalen Unternehmen vor allem den Ausgang der Verhandlungen über die Wettbewerbsregelung ganz genau verfolgten. "Diese Unternehmen genießen derzeit noch Steuervergünstigungen, die es in einem EU-Mitgliedsland nicht mehr geben kann." Auch die EU-Kommission vertritt in ihrem jüngsten Bericht zur Wettbewerbspolitik diese Meinung. Andererseits dürfe man nicht vergessen, dass in den betroffenen Konzernen in Ungarn rund 18 Prozent der Berufstätigen beschäftigt sind, die zu 40 Prozent die ungarischen Exporte trügen. Trotzdem die ungarische Marktwirtschaft funktioniere und in mancher Hinsicht offener und liberaler als die einiger Mitgliedsländer sei, gebe es jedoch nach wie vor einige Problembereiche. "Vor allem die Korruptionsbekämpfung muss von Ungarn weiter engagiert angegangen werden", schloss Karas.

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