Wieviel ist eine Kinderfilmkultur der Stadt Wien wert ?

Wien (OTS) - Vorschau auf das XIV. Internationale Kinderfilmfestival in Wien:

  • 9. bis 17. November 2002 (in drei Kinos in Wien)
  • 15 aktuelle Kinderfilme
  • alljährliche Reihe: "Was unsere Eltern und Großeltern sahen" -Filmklassiker des Kinderfilms
  • Ein Preis der Kinderjury, ein Publikumspreis und eine Auszeichnung der UNICEF werden vergeben.

Anläßlich des XIV. Internationalen Kinderfilmfestivals 2002 fragen sich die Verantwortlichen, warum Filmpremieren aktueller Kinderfilmproduktionen im Rahmen eines Internationalen Festivals im Vergleich zu einer gleichwertigen Präsentation eines Erwachsenfilmes während der Viennale an Förderung den Wiener KulturpolitikerInnen nur ein Drittel wert ist. 70.000 Besucher bei der Viennale stehen 7.000 Besucher beim Kinderfilmfestival gegenüber, das darüberhinaus, mit minimaler Unterstützung des Bundes, auch österreichweit gezeigt wird. Werden bei der Viennale ca. 120 Beispiele aus der aktuellen Spiel-und Dokumentarfilmproduktion vorgeführt, so werden während des Kinderfilmfestivals (in diesem Jahr) 15 Filme aus der aktuellen weltweiten Produktion präsentiert.

Eine analoge Förderung wird sein: 10% Filme - 10% Besucher - 10% Budget

Ausgearbeitete Entwicklungsperspektiven für eine dreijährige Aufbauphase und Programmprofilierung des Kinderfilmfestivals mit dem oben angeführten finanziellen Hintergrund liegen vor und werden unseren Partnern, den Privatsponsoren und Medienkooperationen, den ausländischen Medienproduzenten, aber vor allem unseren Wiener BesucherInnen zugute kommen: Synergien mit anderen Kinderkulturaktivitäten, Erhöhung der Wirkung nach Außen und Verbreiterung des Angebots nach Innen.

Mit dem alljährlich stattfindenden "Internationalen Kinderfilmfestival" besitzt Wien die einzigartige Möglichkeit, sich am Markt des internationalen Filmfestivalreigens zu profilieren und für eine kinderfreundliche und filminterressierte Weltkulturstadt zu werben.

- Warum gibt es keine Fördergleichstellung für kindliche, nicht kindische Filmkultur?

Die BesucherInnen des Kinderfilmfesivals heute sind die KinoliebhaberInnen von morgen. ZIEL der alljährlich aktuellen Auswahl ist, Interesse für fremde Kulturen (verschiedene Kontinente), für andere Sprachen (alle Filme in Originalfassung, deutsch eingesprochen) und für die Vielfalt filmkünstlerischer Ausdrucksweisen nicht nur aus USA und Europa, sondern auch aus Afrika, Asien, Lateinameika und aus dem fünften Kontinent zu wecken.

- Die Festivalpräsentation eines Kinderfilmes kostet genausoviel wie die eines Filmes für Erwachsene. Finanzielle Gründe können für die unterdotierte Unterstützung von Kinderkinokultur nicht ausschlaggebend sein, sieht man sich die vervielfachte Förderung im Film- und Kinobereich der letzten sechs Monate an, die in manchen Bereichen, s. Gartenbaukino, Wien, absehbar zu einem förderungsnotwendigen Faß ohne Boden werden wird, wobei dabei filmkulturelle Innovationen, s. aktuelles Programm, für die Stadt gleich "NULL" sind.

Andere Initiativen scheinen dabei auf der Strecke bleiben zu müssen.

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Institut Pitanga, Dr. Franz Grafl
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