Rufhilfe: Ein "Leibwächter" für ältere Menschen

LR Schmid: Daseinsfreude durch Sicherheit

Bregenz (VLK) - Derzeit leisten sich in Vorarlberg 810 ältere alleinstehende Menschen ihren eigenen "Leibwächter" sie haben ein Rufhilfe-Gerät, über das sie im Notfall rasch Hilfe anfordern können. Das Rote Kreuz, die Initiative "Sichere Gemeinden" und das Land wollen nun mit einer gemeinsamen Aktion das Bewusstsein der Senioren um die eigene Sicherheit weiter steigern und eine höhere Zahl an Anschlüssen erzielen.

"Unser sozialpolitisches Anliegen ist es, ältere Menschen zu unterstützen, damit sie solange es geht daheim in ihrer vertrauten Umgebung leben können. Da die Zahl dieser Menschen ständig steigt, ist es ein zentrales Gebot der Zukunft, flexible und nützliche Lösungen anzubieten und zu bewerben. Ein Beispiel dafür ist die Rufhilfe", sagte Landesrätin Greti Schmid heute, Donnerstag, im Landhaus zum Start der Aktion.

Die Rufhilfe des Roten Kreuzes bietet alleinstehenden Menschen Sicherheit, da sie im Notfall per Knopfdruck (am Sender, der in Form einer Armbanduhr getragen wird) Alarm auslösen können. Die Möglichkeit der passiven Alarmierung bietet Gewähr, dass niemand über längere Zeit in einer Notlage unbemerkt bleibt. Ein Vorteil ist, so Rotkreuz-Präsident Siegi Gasser, "dass wir müssen dafür keine neuen Strukturen schaffen müssen. Mit der Notrufzentrale in Feldkirch verfügen wir genau über die Einrichtung, die rund um die Uhr besetzt ist und angerufen werden kann".

Trotzdem ist es in vielen Fällen schwer, die Betroffenen von der Sinnhaftigkeit zu überzeugen, da diese die Rufhilfe als Eingeständnis der Hilfsbedürftigkeit missverstehen. Landesrätin Schmid: "Deshalb geht es uns darum, die Botschaft zu vermitteln: Daseinsfreude durch Sicherheit."

Um dies zu erreichen wird den Ortsgruppen der Senioren- und Familienvereinigungen, Gemeinden, Sozialkreisen etc. bis Ende 2003 ein attraktives Veranstaltungsangebot zur Verfügung gestellt. Dazu gibt es Plakate, Folder und die Zusammenarbeit mit den Medien. Darüber hinaus soll ein Netzwerk zwischen Senioren, Angehörigen, Vertrauenspersonen und Interessenspartnern geschaffen werden. (gw/dig) (aktion_rufhilfe.vlk)

BU:Präsentation der Aktion Rufhilfe durch Franz Rein (Sichere Gemeinden), Rotkreuz-Präs. Gasser, LR Schmid und Roland Gozzi (Rotes Kreuz) Foto: VLK/Wirth/dig, 7. November 2002

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