Tourismus legt Forderungskatalog an neue Bundesregierung vor

Schenner: Beibehaltung des Staatssekretariats und Einrichtung eines Tourismusausschusses im Parlament

Wien (PWK801) - Die Tourismus-Sparte der Wirtschaftskammer Österreich hat ein Bündel von Forderungen an die neue Bundesregierung geschnürt. Diese reichen von einer Reform des AMS (Überprüfung der vom AMS veröffentlichten Statistiken) bis zur Erleichterung der Teilzeitbeschäftigung.

Wie der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, Komm.Rat Johann Schenner, im einzelnen festhält, wünsche die Brauche eine Entbürokratisierung der Teilzeitbeschäftigung und Erhöhung der Zuverdienstgrenzen. Das von der erweiterten Bundesspartenkonferenz einstimmig beschlossene Programm beinhaltet weiters die Forderung nach einer Ausdehnung der Praktikantenabkommen auf alle neuen EU-Beitrittsländer sowie auch nach Herausnahme von Reisebussen und Schaustellern aus dem "Roadpricing" in Österreich. "Wir verlangen, dass ein deutscher Bus bei uns nicht anders behandelt werden darf als in seinem Heimatland", unterstreicht Schenner. Da die Reiseunternehmer zusätzliche Kosten direkt dem Urlaubsgast weiter verrechnen, bedeute das Roadpricing für Busse eine Verteuerung des Österreich-Urlaubs und damit einen Konkurrenznachteil.

Zur Absicherung der Wettbewerbssituation fordert die Standesvertretung weiters die Wiedereinführung der Abschreibungsdauer von 25 Jahren. Die derzeitige Regelung behindere die Modernisierung. "Es ist den Gästen nicht zuzumuten, überaltete Sanitäranlagen benützen zu müssen", bringt Schenner ein konkretes Beispiel.

Ein wichtiger Punkt ist die verstärkte Eigenkapitalbildung. "Wir sind für die Einführung eines angemessenen Pauschalfreibetrages für die Bezieher von Einkünften aus Gewerbebetrieben, die den Gewinn durch Überschussrechnung ermitteln, sowie für die Anerkennung der fiktiven Verzinsung des jährlichen Eigenkapitalzuwachses als Betriebsausgabe", lautet der entsprechende Passus im insgesamt zwölf Punkte umfassenden Forderungsprogramm.

Auf der Wunschliste an die neue Regierung steht weiters die Erleichterung der Betriebsaufgabe und -übergabe. Im Zusammenhang mit der derzeit laufenden Lehrlingsoffensive wird eine österreichweite Initiative zur Hebung des Images von Lehrberufen urgiert.

Auf politischer Ebene fordert die Standesvertretung die Beibehaltung des Staatssekretariats für Tourismus sowie die Einrichtung eines Tourismusausschusses im Parlament. "Die Tourismussprecher der politischen Parteien sollten auch über persönliche Erfahrungen in der Branche verfügung", ergänzt Schenner. Gefordert wird schließlich auch "mehr Realismus in der Gesundheitspolitik" sowie eine Forcierung der freiwilligen Gesundheitsvorsorge durch steuerliche Anreize. (hp)

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