VP-MARBOE: Mailath-Pokorny und Glawischnig ohne neue Ideen für die Kulturpolitik

Nur die Bundespolitik kritisieren ist zuwenig

Wien (ÖVP-Klub) " Es ist enttäuschend, wie wenig substanzielle Ideen zur Zukunft der Kulturpolitik von den Vertretern der Sozialdemokratie und der Grünen präsentiert werden", erklärte Stadtrat Peter Marboe anlässlich der Diskussion "Kulturpolitik vor der Wahl" im "Depot" am Mittwoch Abend. Die Versäumnisse der Wiener Rathaus-SP in der Gestaltung der Kulturpolitik können nicht ausschließlich mit den Kürzungen auf Bundesseite begründet werden. In der Kulturpolitik der SPÖ herrscht nach wie vor das Credo: soviel Einfluss wie möglich, nicht wie nötig.****

So hat es der amtsführende Stadtrat Mailath-Pokorny einfach verabsäumt, als starker Anwalt für sein Kulturressort mehr Mittel für außerordentliche Aufwendungen (z.B. für die Rabenhof-Neugründung, den Albertina-Umbau oder den Ankauf des Strauss-Nachlasses, insgesamt rund 7 Mio. Euro) aufzubringen. Marboe weiter: "Es ist schon bezeichnend, wenn der Kulturstadtrat auf die Frage nach den Ideen seiner Partei zur Kultur zuerst die Bedeutung der FPÖ-Ausgrenzung thematisiert und dann vor Privatisierungen warnt. Symptomatisch für das Kunstverständnis der SPÖ ist auch der Umgang mit der Unabhängigkeit der Kunstschaffenden. So hat die SPÖ in Wien (aber seinerzeit auch im Bund) die 3-Jahresverträge sowie die politischen Unvereinbarkeitsbestimmungen bis zum Schluss bekämpft.

Auch die Aussagen von Eva Glawischnig von den Grünen waren hauptsächlich Kritik an organisatorischen Strukturen. Besondere Ideen für Impulse und Neugestaltung präsentierte sie kaum. Aufgefallen ist sie mit der jahrzehnte alten Überlegung, die Auslandskultur aus der Kompetenz des Außenministeriums in ein Kulturenministerium zu verlagern, was aber nur sinnvoll wäre, wenn - vergleichbar etwa mit Deutschland oder Frankreich - ein weltweites Netz von Kulturinstituten errichtet würde.

In seinen Wortmeldungen analysierte Peter Marboe neue Herausforderungen für die Kulturpolitik: die Notwendigkeit des Abbaus von Vorurteilen in der Gesellschaft, die Notwendigkeit der Neudefinition der Begriffe Heimat und Patriotismus vor dem Hintergrund des geeinten Europa. Er plädierte für die Verringerung der Abhängigkeit der Kunstschaffenden von der (Partei)-politik und betonte, dass Kulturpolitik nur Rahmenbedingungen schaffen und nur soviel Einfluss wie nötig und nicht wie möglich ausüben solle. Darin unterscheidet sich die VP-Kulturpolitik ganz deutlich von den anderen Parteien.(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 913
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 60
presse@oevp.wien.at
http://www.oevp-wien.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR0002