Petritsch: "Solange Haider in der FPÖ ist, wird diese Partei nicht paktfähig sein!"

Team für Wien lud zum Team-Talk mit dem Wiener Spitzenkandidaten in den Ringturm

Wien (SPW) Wolfgang Petritsch, Wiener SPÖ-Spitzenkandidat für die Nationalratswahl, kritisierte am Mittwoch Abend beim "Team-Talk" des Team für Wien Jörg Haiders Irakreise als Bärendienst und für die Kärntner Wirtschaft als kontraproduktiv: Jeder Auftrag aus dem Irak müsse vom UN-Sanktionenkomitee genehmigt werden, wo auch die USA vertreten sind. Bundeskanzler Schüssel und Außenministerin Ferrero-Waldner hätten die Reise zwar verbal abgelehnt, aber nichts dagegen unternommen, so Petritsch. Dass es innerhalb der blau-schwarzen Koalition nicht möglich sei, die eigenen Leute außenpolitisch auf eine gemeinsame Linie zu bringen, sei symptomatisch für das Chaos der Blau-schwarzen Regierung, so Petritsch: "Solange Haider in der FPÖ ist, wird diese Partei weder pakt- noch koalitionsfähig sein - und Haider wird noch lange in der FPÖ etwas zu sagen haben!" ****

Angesprochen auf den Vergleich Haiders zwischen dem Irak und Israel, wonach beide Staaten das gleiche politische System hätten, sagte Petritsch: "Dieser Vergleich ist absolut abzulehnen. Haider arbeitet hier mit seinen alten Mechanismen und der für ihn typischen Skandalisierung um alte Vorurteile zu wecken. Auch das wird sicher politische Konsequenzen haben!" Im Falle einer Regierungsbeteiligung der SPÖ nach dem 24. November mit Ihm als Außenminister, werde es derartige "Haider-Ausflüge" nicht geben, weil Haider dann keiner Regierungspartei angehöre und damit niemandem die Grüße des österreichischen Volkes überbringen könne.

Einer seiner außenpolitischen Schwerpunkte werde es sein, so Petritsch, klar und eindeutig die europäische Friedenspolitik zu unterstützen. Des weiteren wolle er mit allen Nachbarn in Südosteuropa das partnerschaftliche Verhältnis wieder herstellen. Genau so wenig wie sich Österreich - zu Recht - während der Sanktionszeiten von außen etwas vorschreiben lassen wollte, wolle das auch kein anderes Land, so Petritsch. Abschließend sagte Petritsch:
"ich möchte die Verhältnisse so herstellen, dass wieder eine Außenpolitik betrieben werden kann, die diesen Namen auch verdient!". (Schluss) ck

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