Würschl: "Showpolitik" hilft der Bevölkerung nicht

"Event-Oscars können nicht über kritische Wirtschaftslage hinwegtäuschen - SPÖ fordert Steuerentlastung für Arbeitnehmer und Qualifizierungsoffensive

Klagenfurt (SP-KTN) - Die von LR Pfeifenberger (F) und LH Haider
(F) anlässlich des Wahlkampfes verbreiteten Jubelmeldungen über die wirtschaftliche Lage Kärntens sind für den Landesgeschäftsführer der SPÖ-Kärnten BR Herbert Würschl angesichts der immer noch angespannten wirtschaftlichen Entwicklung völlig fehl am Platz. "Es ist für mich unverständlich wie man die Eventpolitik abfeiern kann, im vollen Bewusstsein, dass jeden Tag neue tragische Schicksale durch Arbeitsplatzverluste entstehen, viele Unternehmen ums Überleben kämpfen und viele Familien auf Grund fehlender Arbeitsplätze an die Armutsgrenze getrieben werden", so Würschl.

Es sei unumgänglich umgehend eine rasche steuerliche Entlastung der Arbeitnehmer durchzuführen. Dies würde zu einer Steigerung der Kaufkraft führen und die Wirtschaft ankurbeln. Man müsse sich weiter auf jene Faktoren konzentrieren, die Nachhaltigkeitseffekte erzeugen. Dazu zählen Maßnahmen in den Bereichen der Infrastruktur, der Forschung und Entwicklung und vor allem auch eine Qualifizierungsoffensive. "Nur mit qualifizierten Arbeitnehmern können hochwertige Produkte und Dienstleistungen Kärntens im internationalen Wettbewerb bestehen", so Würschl.

Immer mehr Kärntnerinnen und Kärntner würden außerdem zur Bereinigung der Arbeitsmarktstatistiken in die "neue Selbstständigkeit" gedrängt. Eine Vielzahl der "neuen Selbstständigen" sind aber "ausgegliederte" oder "gekündigte" ehemals unselbstständig Erwerbstätige, die sich, weil sie keinen anderen Job finden, nun als Unternehmer betätigen müssen. Nicht freiwillig, sondern unter Zwang.

"Die Wirtschaftsituation in Kärnten ist dramatisch und es gibt also keinen Grund für die Politiker, sich mit Feiern für die erfolgreiche Eventpolitik noch mal gegenseitig auf die Schultern zu klopfen, sondern eher Grund zum Nachdenken und Gegensteuern, damit die Menschen in Kärnten wieder faire Chancen bekommen und nicht nur kurzweilige Ablenkungen durch Großevents", so Würschl abschließend. (Schluss)

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