ÖAMTC: Unfall auf eisglatter Brücke in Niederösterreich

Wetterbedingte Gefahren richtig eingeschätzen

Wien (ÖAMTC-Presse) - Donnerstagfrüh war die Weinviertler Straße (B 303) südlich von Hollabrunn nach einem Verkehrsunfall, an dem vier Fahrzeuge beteiligt waren, stundenlang für den Verkehr in beiden Richtungen gesperrt. Unfallursache waren nach Angaben des ÖAMTC plötzlich vereiste Fahrbahnen auf einem Brückenbereich zwischen Großstelzendorf und Göllersdorf.

Glatteis-Unfälle stehen bei herbstlichen Wetterverhältnissen fast auf der Tagesordnung. In dieser Jahreszeit müssen alle Verkehrsteilnehmer immer auf Straßenglätte und rutschigen Untergrund gefasst sein, selbst wenn sich das Thermometer noch im 'Plus'-Bereich bewegt, warnt der ÖAMTC.

Egal ob zu Fuß, per Rad oder mit dem Auto unterwegs, Glatteis stellt für alle Verkehrsteilnehmer ein gleichermaßen großes Problem dar: Die Bodenhaftung ist um ein Vielfaches geringer als bei trockenem Untergrund. Besonders kritisch wird es, wenn ein Autolenker plötzlich bremsen muss. Bei 80 km/h auf Glatteis beträgt der Bremsweg zirka 246 Meter.

Besondere Vorsicht ist an exponierten Stellen, wie z. B. auf Brücken, an Tunnelein- und -ausgängen, in schattigen Waldschneisen, in Kurven und in der Nähe von Flüssen und Seen geboten, wo sich leicht Glatteis bildet.

Der ÖAMTC hat einige Tipps zusammengestellt, worauf Autolenker auf glattem Parkett achten sollten:

o Besonders großen Abstand zum Vordermann halten und langsam fahren o Ruckartige Lenkbewegungen und Bremsmanöver unbedingt vermeiden
o Ruhig, rund und anti-aggressiv ist der bewährte Fahrstil auf Glatteis
o Überholmanöver bei glatter Fahrbahn meiden. Wenn überholt werden muss, dann nur besonders gefühlvoll und vorsichtig.

Im Stadtgebiet können rutschige oder vereiste Straßenbahnschienen ein Risiko darstellen. Um Schleuderspiralen und folgenschwere Ausritte zu vermeiden, heißt das Motto auf winterlicher Fahrbahn Fuß weg vom Gas und vorausschauend fahren, appelliert der ÖAMTC.

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